Selbstfürsorge:

So schaffst du dir deinen Self-Care-Moment

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Tempus fugit – die Zeit rast. Was die alten Römer bereits vor mehr als 2.000 Jahren erkannt haben, ist in der heutigen schnelllebigen Smartphone-Zeit gültiger denn je. Die Mail an die Chefin muss noch heute raus und die halbfertige Präsentation eigentlich schon gestern.

Und ehe man sich versieht, sind die guten Vorsätze wieder einmal auf der Strecke geblieben, genau wie das Versprechen an uns selbst, das eigene Wohlbefinden endlich mal in den Fokus zu rücken.

Jetzt soll alles anders werden. Es ist an der Zeit, den „Entschleunigungs“-Knopf zu drücken. Das Zauberwort heißt: Self-Care, oder auch Selbstfürsorge.

Aber was ist Selbstfürsorge genau?

Der Schweizer Psychiater und Psychoanalytiker Joachim Küchenhoff definiert Selbstfürsorge als: „[…] die Fähigkeit mit sich gut umzugehen, zu sich selbst gut zu sein, sich zu schützen und nach sich selbst zu schauen, die eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen, Belastungen richtig einzuschätzen, sich nicht zu überfordern oder sensibel auf Überforderungen zu achten“.

Schön und gut, aber funktioniert Selbstfürsorge im Alltag? Natürlich kann man sich der Verantwortung, die das Leben an einen stellt, nicht komplett entziehen. Der Mensch ist ein soziales Wesen und viele Herausforderungen meistert man nur gemeinsam, indem Gutes sowie Schlechtes miteinander geteilt wird. Und im Job kann man sich auch nicht ständig hinter Aktenbergen verstecken. Aber ständig mehr Geben als Nehmen sollte nicht Teil der Lösung sein.

Unser Vorschlag: Gönnt euch einen echten Self-Care-Moment – entweder als Morgenroutine, um geerdet und fokussiert in den Tag zu starten oder als Abschluss, um nach einem stressigen Tag runterzukommen.

Ein Self-Care-Moment verspricht pure Entspannung und öffnet ein Zeitfenster, das nur euch alleine gilt. Ziel ist es, aus diesen besonderen Momenten neue Routinen entstehen zu lassen, die euch immer wieder zurück in eure Balance bringen.

Wir haben drei Selbstfürsorge-Ideen für diese besonderen Momente aufgeschrieben, die ganz einfach umsetzbar sind und zu mehr Achtsamkeit im Alltag führen.

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Self-Care-Moment 1: Nimm dir Zeit, bewusst zu duschen

Verwandelt ein alltägliches Ritual – wie das Duschen – in etwas Neues und Erfrischendes. Hierzu müsst ihr euch als erstes von dem Gedanken verabschieden, dass die alltägliche Dusche nur dazu da ist, den Körper zu reinigen. Denn die Temperatur des Wassers und die angenehmen Gerüche haben auch eine Auswirkung auf das komplette System Mensch und damit auch auf den Geist. 

Eine wohltemperierte, kühle Dusche fährt den kompletten Metabolismus herunter und hilft euch, auf andere Gedanken zu kommen. Unsere innere Uhr, der sogenannte Circadiane Rhythmus, kontrolliert unsere physikalischen Funktionen und bestimmt, wann wir müde sind.

Wie? Indem er die Körpertemperatur um ein Grad senkt. Der erfrischende Brausestrahl unterstützt diese Funktion und hilft, schneller „loszulassen“. Auf diese Weise entfaltet sich eine meditative Wirkung, die einen auf andere Gedanken bringt.

Daher unsere Empfehlung: Nicht öfter und so heiß wie möglich, sondern bewusster und etwas kühler duschen. Am besten abends vor dem Einschlafen.

Self-Care-Moment 2: Nimm dir ein paar Minuten, um zu meditieren

Einfach mal alles stehen und liegen lassen, kurz abschalten und die Gedanken zur Ruhe bringen. Was so simpel klingt, ist in Zeiten von hektischem Büroalltag und Smartphone-Dauereinsatz gar nicht so einfach. Dabei ist Meditation ein wirksames Anti-Stress-Tool, das dir einen Self-Care-Moment für jede Gelegenheit bietet. Die Achtsamkeitsmeditation ist hier das beste Mittel der Wahl. Sie unterstützt dich darin, im Hier und Jetzt anzukommen und den Alltagsstress hinter dir zu lassen.

Self-Care-Moment 3: Bewege dich an der frischen Luft

Du kannst einen echten Self-Care-Moment entstehen lassen, indem du dich – so simpel es klingt – mehr bewegst. Und zwar in und durch die Natur. Ein Spaziergang in der kühlen Morgenluft am Rande eines kleinen Wäldchens entspannt und lässt die Gedanken zur Ruhe kommen. Der Rhythmus der eigenen Atmung und die Bewegung der Muskeln wirken dabei fast selbst meditativ. Achtsamkeit und eine beruhigende Wirkung kommen hier ganz von allein.

Falls du überzeugter Stadtmensch bist und keinen Wald in der Nähe haben solltest, funktioniert auch ein anderer Trick: Einfach beim nächsten Mal eine Bahnstation früher aussteigen und den Rest zu Fuß gehen oder das Auto bewusst ein paar Meter weiter von deinem Ziel weg parken. Idealerweise führt dich dein Weg durch einen kleinen Stadtpark oder ein begrüntes Viertel. So erhältst du deine tägliche Dosis Natur zur Selbstfürsorge, auch in der Stadt. Übrigens: Hast du schon mal von dem japanischen Trend „Waldbaden“ gehört? Falls nicht, findest du hier alle Informationen.

Wir hoffen, dass wir euch ein paar spannende Anregungen für euren Self-Care-Moment geben konnten. Am Ende geht es auch hier darum, die richtige Balance für sich selbst zu finden. In den Worten von Sebastian Kneipp: „Alles zu seiner Zeit und alles im rechten Maß“, denn uns ist vor allem wichtig, dass dein Self-Care-Moment nachhaltig und ganzheitlich deine Gesundheit unterstützt.

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