Wir packen an: nachhaltiges Verpackungsmaterial

Das Thema Verpackungen und ihre Nachhaltigkeit gehört zu unserem Alltag. Unsere Packmittelmanager arbeiten täglich daran, neue, nachhaltige Materialien für unsere Verpackungen zu finden oder die vorhandenen Packmittel umweltverträglicher zu gestalten. 

Bei jeder Neuentwicklung eines Packmittels prüfen wir unsere Checkliste: 

  • Umweltgerechte Konstruktion und Materialauswahl
  • Abfallvolumen
  • Materialeignung für die mechanische Beanspruchung
  • Ausreichende physikalische und chemische Beständigkeit
  • Anlieferungsform nach Umweltgesichtspunkten
  • Ausreichender Transportschutz
  • Entsorgungsmöglichkeiten

Womit wir verpacken

Bei den Verpackungen unseres Produktsortiments greifen wir auf einen Mix zwischen neuen, noch wenig bekannten oder wenig genutzten Materialien und bewährten Konzepten zurück. Ein spannendes Beispiel sind unsere Wirkduschen. Oder haben Sie schon einmal etwas von Steinpapier gehört? Anders als herkömmliche Papiersorten ist dieses zu 100 Prozent zellstofffrei. Für die Herstellung wird kein Baum, keine Säure und kein Bleichmittel benötigt. Die Produktion von einer Tonne Steinpapier spart im Vergleich zu konventionellem Papier rund 28.300 Liter – also der durchschnittliche Wasserbedarf einer Person für 232 Tage. 

Auch die auf den Etiketten verwendete Schriftart wurde mit Blick auf Nachhaltigkeitsaspekte gewählt: Die Schrift „Ryman Eco“ benötigt im Durchschnitt 33 Prozent weniger Tinte als Standardschriften. Die Flaschen bestehen darüber hinaus zu 100% aus rPET, also recyceltem Kunststoff, und sind selbst wieder zu 100% recycelbar.  

Natürlich gut verpackt

Auch die Verpackung unserer Kneipp Lippenpflege weist einige Besonderheiten auf: Die Produktserie wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis 2018 in der Kategorie Nachhaltigkeit ausgezeichnet – dank Hülse mit Kork und Faltschachtel aus Graspapier:

Kork stellt eine nachwachsende Rohstoffquelle dar. In der unteren Hülse der Lip-Balms verwenden wir recyceltes Kork, das als Abfallprodukt in der Weinkorkenproduktion anfällt. 

Die Faltschachtel besteht aus Graskarton mit 25% Grasanteil. Dieses stammt von Ausgleichsflächen in Deutschland und spart durch kurze Transportwege schädliche Treibhausgase. Zudem werden bei der Herstellung rund 3.000 Liter weniger Wasser pro Tonne Karton benötigt, als bei handelsüblichem Papier aus 100% sulfatbasiertem Zellstoff. Aktuell arbeiten wir daran, den Grasanteil der Faltschachtel auf 50% zu erhöhen.

Papier spielt für unsere Verpackungen generell eine große Rolle. Bei Kneipp kommen ausschließlich zertifizierte Materialien zum Einsatz: Beispielsweise FSC- oder PEFC-zertifizierte Papierbestände und Kartonagen für Packungsbeilagen, Faltschachteln und Umverpackungen sowie für Werbematerial.

Papier eignet sich jedoch nicht für alle Kneipp Produkte. Um die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten, gilt auch für alle anderen Verpackungsmaterialien die Vorgabe, dass sich diese möglichst gut recyceln lassen müssen. Viele Produkte verkaufen wir deshalb beispielsweise in Glasbehältern.

Die 100-ml-Glasflaschen gehören zu den Primärverpackungsformaten, die wir bei Kneipp am häufigsten verwenden. In einem unser regelmäßigen Projekte zur umweltverträglicheren Gestaltung der Packmittel, konnte ihr Gewicht um 9 Gramm reduziert werden. Bei 6 Millionen Flaschen (das entspricht etwa unserem Jahresbedarf) resultiert daraus eine CO2-Einsparung von rund 35 Tonnen.

Durch ein weiteres Projekt zur Packmitteleinsparung konnte Kneipp das Gewicht von Kunststoffverschlüssen, die bei unserer meistverwendeten Tube eingesetzt werden, seit 2008 schrittweise um 5,6 Gramm senken. Bei einem derzeitigen Bedarf von rund 4 Millionen Verschlüssen pro Jahr entspricht das einer Einsparung von 74 Tonnen CO2.

Mit Luft verpackt: warum wir Luftpolster verwenden

Die Entscheidung, welches Material für welchen Zweck am besten geeignet und nachhaltig ist, erfordert häufig ein genaues Abwägen verschiedenster Kriterien. Das gilt auch für das Polstermaterial in unseren Päckchen aus dem Online-Shop. 

Warum haben wir uns für Luftpolster entschieden – und nicht etwa für Papierpolster?

  • Die Luftpolster bestehen zu 99% aus Luft und zu 1% aus Folie. Entsprechend wird wenig Ausgangsmaterial benötigt.
  • Die Herstellung der Folie ist energie- und wassersparender als die Produktion von Papierpolstern.
  • Die Folien sind zu 100% recycelbar und bestehen zu 50% aus recycelter Folie.
  • Die Luftpolster können mehrfach verwendet werden. Falls Sie dafür keinen Bedarf haben – einfach im gelben Sack entsorgen. Die Folie lässt sich mit weniger Energie recyceln als für Papier notwendig wäre.
  • Die Folien werden in Deutschland hergestellt, um die Transportwege möglichst kurz zu halten.
  • Die Luftpolster schützen unsere Produkte gut vor Beschädigungen beim Transport. Das verhindert unnötige Retouren und damit Emissionen.

Werte wiederverwerten

Generell sind Verpackungen nach Ihrer Verwendung kein Abfall, sondern vielmehr eine wertvolle Ressource. Sie können und sollten deshalb vom Endverbraucher über das Duale System oder andere lokale Sammelsysteme dem Recyclingprozess zugeführt werden.

Darüber hinaus erfasst Kneipp auch den während der Produktion anfallenden Abfall und lässt diesen, wenn möglich (und beim Großteil der Abfälle ist es möglich), über zugelassene, zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe recyceln.
Neben dem Recycling ist auch Abfallvermeidung ein großes Thema bei der ständigen Optimierung der Produktionsprozesse. Mit Erfolg: Seit 2009 konnten wir die Abfallmengen je Tonne Bulkware deutlich senken.

Soziale Nachhaltigkeit

Häufig gehört und doch oft vergessen: Nachhaltigkeit betrifft nicht nur ökologische und ökonomische Belange. Sie hat auch eine soziale, eine gesellschaftliche Komponente.

Bei der Herstellung von Geschenkpackungen, Displays oder anfallenden Umpackarbeiten greift Kneipp deshalb bevorzugt auf Angebote von sozialen Einrichtungen zurück – zum Beispiel der Mainfränkischen Werkstätten. Dies trägt dazu bei, dass dort viele Menschen mit Körper- oder Mehrfachbehinderung nicht nur einen Arbeitsplatz und soziale Sicherheit haben, sondern auch eine vielgestaltige und auf ihre Möglichkeiten und Bedürfnisse abgestimmte Aufgabe ausüben können.

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