Hanf: von Arznei bis Zahlungsmittel

Kurz & knapp

Wissenschaftlicher Name: Cannabis sativa L.
Familie: Cannabaceae (Hanfgewächse)
Herkunft: Ursprünglich aus Zentralasien – heute weltweites Vorkommen in allen warmen und gemäßigten Klimazonen
Anbaugebiete: Europa
Botanik: Die einjährige Pflanze kann eine Höhe bis zu sieben Metern erreichen.
Verwendete Pflanzenteile: Hanföl aus Hanfsamen

Historische und volkstümliche Verwendung

Gälte es, kleinste gemeinsame Nenner für die letzten 12.000 Jahre Menschheitsgeschichte zu finden – der Hanf wäre ein heißer Kandidat.

Bis ins Jahr 10.000 v. Chr. lässt sich die Hanfnutzung in Asien belegen; die alten Griechen trugen Kleider aus Hanffasern, bei den Germanen und Kelten dienten Hanfsamen als Grabbeigaben und 1455 druckte Johannes Gutenberg, der Revolutionär des Buchdrucks, eine Bibel auf Hanfpapier.

Auch in den USA wusste man die Vielseitigkeit der Hanfpflanze zu schätzen – und das im wörtlichsten Sinne: Bis ins frühe 19. Jahrhundert diente Hanf in weiten Teilen Nordamerikas als gesetzliches Zahlungsmittel. Darüber hinaus wurde Hanf über die Jahrhunderte stets als Arzneipflanze gegen verschiedenste Leiden eingesetzt, unter anderem bei Rheuma.

Heutige Verwendung

Das aus dem Hanfsamen gewonnene Hanföl ist besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese verleihen ihm besondere Pflegeeigenschaften auch bei der äußerlichen Pflege irritierter und entzündlicher Hautareale. Hochwertiges Hanföl zählt zudem in der Küche zu den besten Pflanzenölen für Salate, Dressings, Soßen, Marinaden und Brotaufstriche.

Schon gewusst?

Auch wenn viele Menschen mit Hanf in erster Linie eine berauschende Wirkung verbinden, sind die meisten europäischen Züchtungen praktisch frei von der Rauschdroge THC (Tetrahydrocannabinol).

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