Grapefruit: Frucht der Karibik

Kurz & knapp

Wissenschaftlicher Name: Citrus paradisi Macfayden, J.
Volksname: Pampelmuse
Familie: Rautengewächse, Rutaceae
Herkunft: Vermutlich Barbados (Karibik)
Anbaugebiete: USA (Florida), Zypern, Südspanien, Israel
Botanik: Die großen runden Früchte gedeihen an einem immergrünen Baum mit eiförmigen, ledrigen Blättern.
Blütezeit: Mai bis Juni
Verwendete Pflanzenteile: Aus den Fruchtschalen wird durch Kaltpressung das Grapefruitöl gewonnen, aus dem Fruchtfleisch lassen sich Säfte und Konzentrate herstellen.

Historische und volkstümliche Verwendung

Blättert man ehrfürchtig in einem Arzneibuch aus dem 14. Jahrhundert, findet man darin … garantiert keine Grapefruit. Deren Werdegang beginnt nämlich erst vor circa 300 Jahren auf der Karibik-Insel Barbados, wo sie vermutlich durch die zufällige Kreuzung von Orange und Pampelmuse entstand. Letztere ist nämlich die Mutterfrucht der Grapefruit, auch wenn beide Namen im Volksmund zum Teil synonym verwendet werden.

Nach Europa gelangten die beliebten süß-säuerlichen Früchte mit den spanischen Seefahrern, ehe in den USA Ende des 19. Jahrhunderts der kommerzielle Anbau startete. Grapefruits wurden seit ihrer Entdeckung für die Gewinnung von Säften und Konzentraten genutzt – zudem gilt die Schale als wichtigster Lieferant des Geliermittels Pektin.

Heutige Verwendung

So jung die Frucht, so vielfältig ihre Einsatzgebiete. Beispiel Aromakologie und Aromatherapie: Hier wird dem Grapefruitöl anregende, konzentrationsfördernde und endorphinaktivierende Wirkung zugeschrieben.

Auch Haut und Muskeln können von den verschiedenen Inhaltsstoffen profitieren. So nutzen Sportler häufig Präparate mit Grapefruitöl zur aktivierenden Muskelmassage; ebenso werden Hautöle mit Grapefruitextrakten zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen und Cellulite angewendet. Der erfrischende Duft des Grapefruitöls erfreut sich zudem in Parfums und Pflegecremes großer Beliebtheit.

Schon gewusst?

Der Name Grapefruit bedeutet wörtlich übersetzt „Traubenfrucht“. Er leitet sich ab von den Blüten des Grapefruitbaums, die wie Trauben aussehen. Jeder Baum trägt durchschnittlich 500 bis 700 Grapefruits pro Saison – und liefert so unterm Strich bis zu 300 Kilogramm Früchte im Jahr.

  • Hauptinhaltsstoffe

    Hauptinhaltsstoffe

    Im Schalenöl: ätherische Öle (v.a. Monoterpene, Sesquiterpene, aromatypische Aldehyde), Cumarine.

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