Mandarine – Entspannung für die Sinne

Nahaufnahme von Mandarinen in Schale

Kurz & knapp

Wissenschaftlicher Name: Citrus reticulata Blanco
Volksnamen: Clementine, Satsuma (Unterarten der Mandarine)
Familie: Rautengewächse, Rutaceae
Herkunft: Nordost-Indien, Nepal, südöstliches China und Vietnam
Heutige Anbaugebiete: Mittelmeergebiete, Israel, Asien, Kalifornien und Südamerika
Botanik: Der bis zu 5 Meter hohe, immergrüne Baum trägt das ganze Jahr über duftende weiße Blüten und zugleich Früchte in verschiedenen Reifegraden. Die eiförmigen Blätter des Mandarinenbaums sind dunkelgrün und an den Rändern wellig.
Verwendete Pflanzenteile: Fruchtschalen, aus denen durch Kaltpressung Mandarinenöl gewonnen wird.

Historische und volkstümliche Verwendung

Über Geschmack lässt sich trefflich streiten – außer, es geht um Mandarinen. Ihr süßer Duft betört seit vielen Jahrhunderten die Sinne der Menschen in allen Teilen der Erde. Im alten China kultivierte man die „wertvollste aller Zitrusfrüchte“ spätestens seit dem 12. vorchristlichen Jahrhundert. Nach Europa gelangte die Mandarine im Gepäck von Sir Abraham Hume, einem englischen Pflanzensammler, der 1805 erste Früchte aus dem chinesischen Kanton auf die britischen Inseln mitbrachte. Von da an war der weltweite Siegeszug der Mandarine nicht mehr aufzuhalten.

Heutige Verwendung

Besonders im Herbst und Winter leuchten uns die orangefarbenen Früchte des Mandarinenbaums aus den Obstregalen entgegen. Doch nicht nur zum vitaminreichen Genuss eignen sich die leicht schälbaren Zitrusfrüchte hervorragend; per Kaltpressung wird aus ihren Schalen – je nach Reifegrad – grünes oder rotes Mandarinenöl gewonnen. Sein weicher, sanfter und süßer Duft vermittelt Kindern wie Erwachsenen ein Gefühl von Geborgenheit – im Sinne einer emotionalen und aromakologischen Wirkung.

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Citrus reticulata: Der Mandarinenbaum

Auch wenn der Mandarinenbaum in warmen Gefilden Zuhause ist, können wir uns in Mitteleuropa an den Zitrusgewächsen und ihren orangenfarbenen Früchten erfreuen. Als Topf- und Zierpflanze versprüht die Citrus reticulata – so der botanische Name des Mandarinenbaums – im Sommer mediterranes Flair auf heimischen Terrassen und Balkons. Damit die sonnenverwöhnte Pflanze die kalte Jahreszeit überlebt, sollte man ihr eine geeignete Überwinterungslösung an einem warmen Ort bieten.  

Mandarine oder Clementine? Der Unterschied

Optisch gleichen sich die beliebten Zitrusfrüchte Mandarine und Clementine, doch der Schein trügt. Wie der wissenschaftliche Name Citrus x aurantium verrät, ist die Clementine eine Hybride aus Mandarine und Bitterorange. Sie hat eine dickere Schale, ist deshalb etwas robuster und kältetoleranter als die Mandarine. Ihren Namen verdankt die Clementine dem Mönch Frère Clément, der die Zitrusfrucht 1902 erstmals entdeckte und wissenschaftlich erklärte. Der genaue Ursprung der Clementine ist nicht bekannt, vermutlich war sie bereits vor der Entdeckung durch Clément bereits in China verbreitet.1


Als Kulturpflanze besitzt die Mandarine immer 9 Fruchtfleisch-Segmente. In ihrem Fruchtfleisch finden sich Kerne. Bei der Clementine hingegen variiert die Anzahl der Segmente zwischen 8 bis 12. Sie besitzt auch selten Kerne.1 Außerdem punkten Clementinen im Gegensatz zu Mandarinen mit einem höheren Vitamin-C-Gehalt.  

Schon gewusst?

In der chinesischen Provinz Kanton wird der Mandarinenbaum „yao qian shu“ genannt, was soviel bedeutet wie „Der Baum, den man nur zu schütteln braucht, damit das Glück kommt“.

  • Hauptinhaltsstoffe

    Hauptinhaltsstoffe

    Monoterpene, Sesquiterpene, Monoterpenole, Aromatische Ester;

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