Clean Eating - ein Ernährungskonzept in der Tradition von Kneipp

Clean Eating ist ein Trend, der eigentlich alt ist. Denn schon Sebastian Kneipp hatte in seinem Ernährungskonzept Elemente von Clean Eating vorweggenommen. Er legte Wert auf „reizlose, einfache, gut verdauliche Kost“ und eine ganzheitliche Lebensweise inklusive regelmäßiger Bewegung und innerer Balance.

Je einfacher, natürlicher und unverkünstelter eine Speise zum Genuss bereitet wird, desto besser.

Sebastian Kneipp

Clean Eating - was kommt auf den Teller?

Bei Sebastian Kneipp stand viel Rohkost und einfache Mahlzeiten auf dem Speiseplan: „So muss große Sorge darauf verwendet werden, dass unverfälschte Nahrungsmittel und besonders gutes Naturmehl in die Küche kommen.“

Auch beim Clean Eating stehen unverarbeitete und vollwertige Nahrungsmittel im Mittelpunkt. Geschmacksverstärker, Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe haben also nichts auf dem Teller verloren. Auch stark industriell verarbeitete Nahrungserzeugnisse wie raffinierter Zucker oder Weißmehl sind tabu.

Nährstoffreicher sind (Produkte aus) Vollkornmehl. Empfehlenswert sind auch Dinkel, Emmer oder Einkorn. Fette sollten hochwertig und ungesättigt aufgenommen werden – das heißt Öle und Fette mit viel Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Bei allem gilt: Die Mischung macht's. So liefern auch gesättigte Fettsäuren aus tierischen Produkten wertvolle Nährstoffe.

Neben dem Was ist auch das Wie entscheidend. Sebastian Kneipp rät dazu, lieber öfter und in Ruhe zu essen: „Lieber esse man drei bis viermal am Tage als ein bis zweimal recht viel! Beim Essen kaue man alles ordentlich.“ Diesen Ansatz finden wir auch bei Clean Eating wieder, wobei hier sogar bis zu zwei Zwischenmahlzeiten zu den drei Hauptmahlzeiten vorgesehen sind.

Clean Eating - ein Konzept mit Ge- und Verboten?

„Ich bin kein Puritaner und gestatte mir gern ein Glas Wein oder Bier.“ Gegen ein Gläschen Alkohol ist aus Sebastian Kneipps Sicht also nichts einzuwenden. Und genau so handhabt das das Clean Eating-Konzept. Auf den Durst ist Alkohol okay, aber nicht zum Berauschen. Überhaupt: Kleine „Vergehen“ sind immer wieder mal erlaubt, die Masse macht das Gift. Ab und an ein Stückchen Schokolade oder Kuchen mit Zucker sind okay.

Bei all den vielen Gemeinsamkeiten könnte man denken, Clean Eating gleicht haargenau Sebastian Kneipps Ernährungskonzept. Aber es gibt auch (kleine, aber feine) Unterschiede. Stichwort „Regionalität“: Sebastian Kneipp hätte sicherlich heimische Nahrungsmittel vorgezogen. Exotisches Superfood wie Chia-Samen oder Quinoa wären bei ihm vermutlich nicht auf den Teller gelandet. In diesem Punkt steht sein Ernährungskonzept tatsächlich näher zur Vollwertkost.

Abnehmen mit Clean Eating?

Bei Clean Eating steht weniger das Abnehmen im Vordergrund, sondern vielmehr eine gesunde Lebensweise, die vor Krankheiten schützt und spürbar gut tut. Man fühlt sich einfach besser und fitter, wenn man sich bewusst und gut ernährt. Dazu kommen regelmäßige Bewegung und Ausgeglichenheit. Ob durch Sport, Yoga, Meditation oder Wandern ist egal. Hauptsache man entspannt und findet seine innere Mitte. Das Abnehmen kommt dann nachhaltig.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Story: Clean Eating mit Hannah Frey

Clean Eating ist ein gesunder Ernährungstrend. Wir haben die Ernährungsexpertin Hannah Frey befragt und sie hat ein paar ihrer Rezeptideen ausgepackt.

Clean Eating mit Hannah Frey

Superfood

Superfood ist „in aller Munde“. Doch was steckt hinter der trendigen Wundernahrung? Und: Gibt es regionale Alternativen zu den Exoten aus fernen Ländern?

Superfood ist gesund

Vegetarisch und vegan

Vegetarier und Veganer sind längst keine kleine Randgruppe mehr. Was steckt hinter dem Trend?

Vegetarische und vegane Ernährung

Ohne tierische Bestandteile

Sie leben vegan? Kneipp verzichtet bei einer Vielzahl der Produkte auf den Einsatz tierischer Bestandteile.

Produktübersicht