Den Stoffwechsel ankurbeln: Tipps für Trinkmuffel

Farblos, geschmacklos und ohne Geruch – das klingt nicht gerade verlockend und schon gar nicht nach etwas, das lebenswichtig ist. Doch Wasser ist genau das. Rund zweieinhalb Liter benötigt der erwachsene Mensch laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich. Wer ausreichend trinkt, kurbelt seinen Stoffwechsel an. Das fördert auch die Fettverbrennung. Zum gesunden Abnehmen gehören also neben der richtigen Ernährung und Bewegung reichlich ungezuckerte Getränke. Obwohl Wasser so wichtig ist, bekommen viele nur mit Mühe einige hundert Milliliter am Tag herunter. Hier ein paar einfache Alltags-Tricks, die garantiert helfen, mehr zu trinken.

Die Regelmäßigkeit im Essen und Trinken befördert die Verdauung ungemein und ist deshalb sehr zu raten.

Sebastian Kneipp

So trinkt man mehr und aktiviert den Stoffwechsel

1) Die Flasche immer griffbereit

Auf dem Schreibtisch im Büro, in der Hand- oder der Sporttasche, auf dem Wohnzimmer-, dem Ess- und dem Nachttisch: Wenn möglich, sollte immer ein Getränk in Reichweite stehen. Dann erfolgt der Griff danach oft ganz automatisch.

2) Pimp my Water – mit natürlichen Zusätzen

Ob still, mit wenig oder mit viel Kohlensäure – auch bei Wasser gibt es ganz verschiedene Geschmäcker. Manchem fällt es besonders schwer, pures Wasser zu trinken. Ungezuckerter Tee oder Saftschorlen – im Verhältnis zwei Drittel Wasser und ein Drittel Saft gemischt – sind gesunde Optionen. Es muss auch nicht immer die klassische Apfelschorle sein. Wie wäre es mal mit Rhabarber- oder Mangosaft? Absolut im Trend liegt auch „Infused Water“. Mit Zitrone, Minze, Ingwer, Gurke, Melone, Limette, Rosmarin, Thymian, Zitronenmelisse oder anderen Kräutern, Obst- oder Gemüsesorten bekommt das Wasser einen ganz individuellen Geschmack. In einer Karaffe macht das auch optisch was her. Je länger das Gemisch zieht, desto intensiver wird der Geschmack.

3) Ein Schluck zu jedem Happen

So selbstverständlich wie Teller und Besteck beim Eindecken auf den Tisch kommen, sollte auch ein Getränk dazugestellt werden. Wenn es beim Essen neben der Mahlzeit steht, wird es meist auch getrunken. Und die Flüssigkeit regt dann auch gleich die Verdauung während dem Essen an.

4) Fruchtiges und salziges Wasser auf dem Teller

Wer sich mit dem Trinken schwer tut, kann auch mit dem richtigen Essen extra Flüssigkeit zu sich nehmen. Ganz oben auf der Liste der wasserhaltigen Lebensmittel steht die Wassermelone. Generell haben die meisten Obst- und Gemüsesorten einen hohen Wassergehalt. Und eine Suppe zum Mittagessen schmeckt doch immer gut. Aber Vorsicht: Diese Tipps sind nur eine Ergänzung, kein Ersatz fürs Trinken.

5) Spaß am Strohhalm für Klein und Groß

Strohhalme sind nicht nur etwas für Kinder. Auch manchen Erwachsenen macht das Trinken mit Halm mehr Spaß – und es fällt ihnen damit oftmals auch leichter. Sie trinken automatisch mehr, wenn das Glas oder die Flasche nicht an die Lippen gesetzt werden müssen.

6) Mehr Disziplin mit einem Eichstrich

Wenn sich so gar kein Spaß am Trinken einstellt, braucht es eben eiserne Disziplin. Eine Flasche oder Karaffe mit Eichstrichen und Uhrzeiten darauf gibt den Takt vor. Sie zeigt an, zu welcher Uhrzeit das Gefäß bis zum nächsten Messstrich oder ganz leer getrunken sein muss. Solche Flaschen gibt es zu kaufen – sie selbst zu gestalten, kann Bastelfreunden aber auch Spaß machen.

7) Leidensgenossen als Helfer

Trinkmuffel sind meist nicht alleine. Einmal umgehört, stellt beinahe jeder fest, dass es im Kollegen- oder Freundeskreis jemanden gibt, dem es ähnlich geht. Das ist die Chance, sich gegenseitig zu motivieren. Wann immer möglich, erinnert der eine den anderen ans Wasserglas. Anstoßen und zusammen trinken macht doppelt Freude.

8) Konfrontation – analog und digital

Wenn all diese Tricks nichts helfen und der automatische Griff zum Wasserglas ausbleibt, bedarf es stetiger Erinnerung. Sei es mit einem Post-it am PC-Monitor oder auch digital. Das Forum Trinkwasser zum Beispiel bietet neben einer Trinkberatung auch den sogenannten Trinkwecker an. In gewünschter Regelmäßigkeit wird eine E-Mail als Erinnerung verschickt. Auch fürs Smartphone gibt es mittlerweile zahlreiche Apps mit Erinnerungsfunktion. Zudem können einige die tägliche Trinkmenge und vieles mehr erfassen. Die Programme gibt es sowohl für Apple als auch für Android, als Freeware oder mit mehr Funktionen als kostenpflichtige Pro-Varianten. Durst ist im Übrigen die schlechteste Erinnerung – ihn sollte man gar nicht erst aufkommen lassen.

Vier Trinktypen

Die Wenigtrinkerin mit eisernem Willen: Lea, 23:

Lea verrät, wie sie ihr fehlendes Durstgefühl austrickst.

Ein typischer Trinkmuffel

Die leidenschaftliche Teeliebhaberin: Johanna, 33:

Mit Vintage-Teekanne und einem Arsenal an verschiedenen Teesorten zelebriert Johanna ihr Trinkritual.

Teetrinken als Zeremonie zelebrieren

Der vernünftige Hobby-Sportler: Thomas, 53:

Als Marathonläufer muss Thomas besonders auf genügend Flüssigkeit achten. Folgende Tricks helfen ihm dabei.

Beim Sport genug Wasser tanken

Die routinierte Wassertrinkerin: Evelyn, 34:

Mit ihrer außergewöhnlichen Trinkgewohnheit kommt Evelyn auf vier Liter Wasser am Tag.

So geht Profi-Wassertrinken

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