Der Arganbaum: Dornig und sanft zugleich

Kurz & knapp

Wissenschaftlicher Name: Argania spinosa L.
Volksnamen: Ardjanbaum, Eisenholzbaum
Familie:
Sapotaceae (Sapotengewächse)
Herkunft: Süd-West-Marokko
Anbaugebiete: Israel
Botanik: Der Arganbaum wird 7 bis 10 Meter hoch, kann einen Umfang von bis zu 15 Metern und ein Alter von 125 bis 150 Jahren erreichen. Nach der Blütezeit entwickelt er bitter schmeckende Früchte.
Erntezeit: Juni bis September
Verwendete Pflanzenteile: Kerne

Historische und volkstümliche Verwendung

Der Arganbaum versorgt die Menschen in seiner Heimat nicht nur mit Arganöl, das für Medizin und Kosmetika verwendet wird, sondern auch mit zahlreichen anderen Rohstoffen des täglichen Bedarfs. So dienen seine heruntergefallenen Äste als Brenn- und Bauholz; seine Früchte sind ebenso Nahrungsmittel wie das aus ihren Kernen gewonnene Speiseöl. Selbst die Blätter werden als Tierfutter genutzt. Diese scheinen auch äußerst lecker zu sein: Häufig sieht man wagemutige Ziegen in den Bäumen stehen, die den scharfen Dornen trotzend hinaufklettern, um von eben diesen Blättern und den olivenartigen Früchten zu naschen.

Heutige Verwendung

Das aus den Kernen gewonnene Arganöl wird gerne als Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen wie der Sonnenstrahlung eingesetzt. Dabei soll es das Immunsystem der Haut stärken und vorzeitige Hautalterung verhindern. Das Öl pflegt raue und trockene Haut geschmeidig. Selbst bei Neurodermitis kann es Juckreiz lindern und die Haut beruhigen.

Schon gewusst?

Die UNESCO hat den marokkanischen Arganwald zum Biosphären-Reservat und Weltnaturerbe erklärt. Nur die Kerne heruntergefallener Früchte werden zur Ölgewinnung verwendet. Das hat allerdings auch einen ganz praktischen Grund: Der Arganbaum ist mit zahlreichen Dornen bestückt, was die Lese direkt vom Baum verhindert. Auch durch Schütteln des Baumes gelangen die Erntehelfer nicht an die Früchte – wegen der Spröde seines Holzes ist dies schlicht verboten.

 

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