Arnika: „Nicht mit Gold zu bezahlen“ – sagt Sebastian Kneipp

Kurz & knapp

Wissenschaftlicher Name: Arnica montana L.
Volksname: Bergwohlverleih, Fallkraut, Kraftwurz, Bergdotterblume, Engelkraut
Arzneibuchbezeichnungen: Arnikablüten Ph.Eur. (Anricae flos)
Familie: Asteraceae (Korbblütler)
Herkunft: Mittel- und Nordeuropa
Weitere Vorkommen: Arnika montana ist die einzige Arnika-Art in Europa; 32 andere Arten finden sich in Asien, Nordamerika, Grönland und Sibirien.
Botanik: Die mehrjährige Staudenpflanze wird 20 bis 60 cm hoch. Auffallend ist ihre leuchtend gelbe, herb-aromatisch duftende Blüte. In ihrer Blütezeit verwandelt Arnika die Almen in duftende, dottergelbe Prachtwiesen.
Blütezeit: Juni bis August
Verwendete Pflanzenteile: Blüten

Historische und volkstümliche Verwendung

Arnika hatte den Ruf, nicht nur der Gesundheit zuträglich zu sein, sondern auch Blitzschlag und bösen Hexenzauber abzuwenden. Ob hierbei Tee, Umschläge oder Dampfbäder besonders hilfreich gewesen sein sollen, ist allerdings ungewiss.

Im Mittelalter fand die Arnika ihren Weg in die Kräuterbücher, um verschiedenste Beschwerden und Krankheiten zu kurieren. Im 18. Jahrhundert galt es dann sogar als Allheilmittel „Panacea lapsorum“.

Für Sebastian Kneipp waren die Anwendungsarten der Arnika und ihre Wirksamkeit so selbstverständlich, dass es ihm nicht notwendig erschien „darüber auch nur ein Wort zu verlieren.“ Er hat es dann aber doch häufiger getan:

… ich halte sie für das erste Heilmittel bei Verwundungen und kann sie deshalb nicht genug empfehlen.

Sebastian Kneipp

Heutige Verwendung

Pflanzliche Arzneimittel mit Arnika werden heute gern äußerlich angewendet – vor allem bei Blutergüssen, Verstauchungen, Prellungen, auch bei rheumatischen Muskel- und  Gelenkbeschwerden und bei entzündeten Insektenstichen.

Der Mechanismus zur entzündungshemmenden Wirkung von Arnika-Inhaltsstoffen konnte von Prof. Irmgard Merfort in einer wissenschaftlichen Arbeit belegt werden, die dafür 1999 mit dem Sebastian-Kneipp-Preis ausgezeichnet wurde.

Schon gewusst?

Die Berg-Arnika steht unter Naturschutz und darf daher nicht ohne Erlaubnis gesammelt werden.

 

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