Die Ringelblume – oder heile heile Segen

Kurz & knapp

Wissenschaftlicher Name: Calendula officinalis L.
Volksnamen: Regenblume, Busenblümlein, Butterblume, Gelringel, Goldblume, Goldrose, Kringelblume, Marienrose, Ringelaster, Ringelrose, Safranblume, Salbenblume, Sinnringel, Warzenblume
Familie: Asteraceae (Korbblütler)
Arzneibuchbezeichnungen: Ringelblumenblüten Ph.Eur. (Calendulae flos)
Herkunft: Ursprünglich aus Nordwestafrika, heute heimisch in Mittel-, Ost- und Südeuropa
Botanik: Eine bis zu 50 cm hohe Pflanze mit krautigem Stängel und wechselständigen, spatelförmigen Blättern
Blütezeit: Juni bis Oktober
Verwendete Pflanzenteile: Die von völlig entfalteten Blüten stammenden und vom Blütenstandsboden befreiten Zungenblüten der kultivierten Ringelblume

Historische und volkstümliche Verwendung

„Bei schlechtem Wetter geschlossen.“ Haben sich die Blüten der sonnenliebenden Ringelblume bis 7 Uhr morgens noch nicht geöffnet, ist Regen im Anmarsch – sagt der Volksmund. Von ihren „meteorologischen Fähigkeiten“ abgesehen war die Ringelblume in nahezu allen antiken Kulturen als Heilkraut und Farbstoff (Safranersatz) bekannt.

Hildegard von Bingen (1098–1179) verordnete sie gegen Verdauungsstörungen sowie bei äußerlichen Ekzemen. Die besondere Eigenschaft der Ringelblume, Wunden schnell und komplikationslos abheilen zu lassen, machte sie in den folgenden Jahrhunderten zu einer der gängigsten Wundheilpflanzen. Sebastian Kneipp (1821 – 1897) empfahl Ringelblumensalbe unter anderem bei Flechtengeschwüren sowie Verwundungen – und Ringelblumentee gegen Magenentzündungen und Drüsenverhärtungen.

Heutige Verwendung

Die heilsame Kraft der Calendula (lat. calendae, Monate) wird arzneilich bei Sonnenbrand, kleinen oberflächlichen Hautwunden bis hin zu Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut angewandt. Auch im Bereich der Hautpflege helfen Ringelblumenprodukte zuverlässig, etwa bei sensibler, trockener und zu Allergien neigender Haut. Sie können auch bei Babys und älteren Menschen in der Regel bedenkenlos eingesetzt werden.

 

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