Rosmarin: mehr als ein Gewürz

Kurz & knapp

Wissenschaftlicher Name: Rosmarinus officinalis L.
Volksnamen: Anthoskraut, Brautkleid, Hochzeitsbleaml, Kid, Kranzenkraut, Meertau, Weihrauchkraut
Arzneibuchbezeichnungen: Rosmarinblätter Ph.Eur. V  (Rosmarini folium), Rosmarinöl Ph.Eur. V (Rosmarini aetheroleum)
Familie: Lamiaceae (Lippenblütler)
Herkunft: Mittelmeergebiet
Anbaugebiete: Verschiedene Länder im Mittelmeergebiet
Botanik: Immergrüner, wilder Halbstrauch mit nadelförmigen, aromatischen Blättern
Erntezeit: Mai bis Juni; die Blätter werden vor der Blüte geerntet und müssen schnell und schonend getrocknet werden, um das wertvolle ätherische Öl zu schonen.
Verwendete Pflanzenteile: Blätter

Historische und volkstümliche Verwendung

Die alten Griechen weihten den Rosmarin der Liebesgöttin Aphrodite und Studenten trugen ihn zum Kranz geschlungen auf dem Haupt; schließlich wurde ihm die Stärkung des Gedächtnisses zugeschrieben. Noch heute sagt man in der Steiermark über intelligente Menschen, sie hätten „Rosmarin im Kopf“.

Im 8. Jahrhundert brachten Benediktinermönche den Strauch nach Mitteleuropa und bauten ihn auf Geheiß Karls des Großen in den Klostergärten an. Nachdem die Pflanze im 14. Jahrhundert in der Pestbekämpfung Anwendung fand, durfte sie im 16. Jahrhundert wieder Aphrodite zu Diensten sein: Denn aus dem Duftstrauch, dessen Name sich entweder vom römischen „Ros maris“ (Tautropfen des Meeres) (Ovid) oder von dem griechischen „rhops myrinos“ (wohlriechender Strauch) ableitet, wurde in dieser Zeit das erste destillierte Parfum gewonnen.

Sebastian Kneipp schätzte den Rosmarin als Magenmittel und empfahl ihn als Tee- und Wein-Zubereitung.

Es tritt nach Genuß des Rosmarinweines oder Thees sehr bald guter Appetit ein und das angestaute Wasser geht sehr rasch ab.

Sebastian Kneipp

Heutige Verwendung

Rosmarin zeigt positive Auswirkungen auf Kreislauf, Durchblutung und Stoffwechsel. Außerdem wird er zur Appetitanregung und zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt, als anregendes Bad oder Dusche bei Müdigkeit und Erschöpfung. Arzneilich wird er auch zur inneren Anwendung bei Verdauungsbeschwerden und zur äußeren Anwendung bei Muskel- und Gelenkschmerzen genutzt.

 

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