Minze: ein Multitalent mit Mentholkick

Mit ihrem frischen Geschmack verfeinert Minze Getränke und Gerichte. Wir zeigen, welche Kraft in ihr steckt.

Barkeeper schätzen sie für ihre außergewöhnliche Würze, Mediziner für ihre Heilkraft, Kaugummi-Kauer für ihre Frische. Weil die Minze so vielseitig einsetzbar ist und wohltuende Eigenschaften hat, ist sie bei vielen Menschen sehr beliebt – und das schon seit Jahrtausenden. Bereits die Ägypter legten sie als Beigabe mit ins Grab, und in der Antike galt sie als Potenzmittel. Die Minze, botanisch Mentha, stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Am bekanntesten ist wohl die Pfefferminze. Sie wurde im 17. Jahrhundert von den Briten entdeckt und soll ein Zufallsprodukt aus einer spontanen Kreuzung der Wasserminze, der Apfelminze und der Ährenminze gewesen sein. Sie setzte sich auch schnell gegenüber anderen Minzsorten durch. Da sie aufgrund des hohen Mentholgehalts scharf schmeckt, nannte sie der Volksmund „gepfeffert“.

Schon der würzige Geruch der Minze zeigt an, dass dieses Kräutchen bezüglich seiner Heilkraft einen vornehmen Platz einnehmen müsse.

Sebastian Kneipp

Minze ist nicht gleich Minze

Den bis zu 100 Zentimeter hochwachsenden Lippenblütler gibt es auch in vielen anderen Geschmacksrichtungen. Zu den verschiedenen Minzarten gehören die Krauseminze (Spaermint) mit einem kräftig würzigen Aroma, die mild-würzig schmeckende Orangenminze (mit feinem Orangenduft), die Apfel- oder die Ananasminze. Letztere ist an ihren leuchtend weißumrandeten Blättern und ihrem fruchtigen Geschmack zu erkennen. Die Nanaminze, auch bekannt als türkische Minze, ist ebenfalls würzig, die marokkanische mild. Dieser kleine Auszug aus der Artenvielfalt offenbart, warum Feinschmecker soviel Wert legen auf kleine, aber feine Unterschiede bei der kulinarischen Verwendung. So eignet sich die Erdbeerminze optimal für sprudelnde Getränke, die getrockneten Minzblätter der marokkanischen Minze sind perfekt für mediterrane oder orientalische Gerichte.

Wie unterschiedlich einsetzbar die Minzen sind, zeigen diese drei Spezialitäten.

 

  • 1. Ein Hauch von Orient: Fattoush

    1. Ein Hauch von Orient: Fattoush

     Zutaten für zwei Personen:

    4 Handvoll Salatblätter
    2 Handvoll Pfefferminze, marokkanische Minze oder Krauseminze
    1 Frühlingszwiebel
    3 Tomaten
    4 Gurken
    2 libanesische hauchdünne Fladenbrote
    4 Esslöffel Sumak-Gewürz
    Salz und Pfeffer
    2 Zitronen
    1 Schuss Weißweinessig
    2 Teelöffel Senf
    2 Esslöffel Olivenöl

     

    Zubereitung:

    Während das dünne Fladenbrot bei 150 Grad etwa 15 Minuten lang im Ofen knusprig wird, kann der Salat zubereitet werden. Dieser wird gerupft und mit den Minzblättern vermischt. Hinzu kommen klein geschnittene Tomaten und Gurken. Danach streut man Sumak, Salz und Pfeffer darüber. Das fertige Brot in Stücke brechen und ebenfalls darüber streuen. Nun folgt das Dressing aus Zitronensaft, Senf, Essig und Olivenöl. Über den Salat gießen und gut vermengen. Wer keinen Zitronensaft daheim hat, kann auch zu Apfelsaft greifen.

  • 2. Minze im Mix: Alkoholfreier Cocktail

    2. Minze im Mix: Alkoholfreier Cocktail

    Zutaten:

    1,5 Tassen Pfefferminze
    0,5 Tassen Wasser
    1 Teelöffel Kreuzkümmelpulver
    Kristallsalz
    4 Teelöffel Zitronensaft
    1 Handvoll Eiswürfel
    1 Teelöffel Kokosblütenzucker oder Honig

     

    Zubereitung:

    Alle Zutaten bis auf den Kokosblütenzucker beziehungsweise den Honig in einen Mixer geben und zu einer homogenen, faserfreien Paste mixen. Diese in einem Glas mit Wasser im Verhältnis 1:3 verdünnen und – wer es süß mag – den Kokosblütenzucker untermischen. Optional kann noch grüner Tee hinzugefügt werden, um eine Entgiftung zu beschleunigen.

  • 3. Frischer Lückenfüller: Buttermilch-Gurken-Minze-Drink

    3. Frischer Lückenfüller: Buttermilch-Gurken-Minze-Drink

    Zutaten für vier Gläser:

    1 Salatgurke
    500 ml Buttermilch
    4 EL Magerquark
    1 TL Olivenöl
    3 EL Zitronensaft
    Salz und Pfeffer
    1 Bund Dill
    10 Minzblätter
    10 Eiswürfel
    Zitronenscheiben

     

    Zubereitung:

    Gurke schälen, längs halbieren, Kerne herausschaben und das Gurkenfleisch in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit Buttermilch, Magerquark, Olivenöl, Zitronensaft, und jeweils einer Prise Salz und Pfeffer in den Mixer geben. Minzblätter und Dill waschen, vier Dillstiele zur Seite legen. Der Rest wird zu den anderen Zutaten in den Mixer gegeben und fein püriert. Je drei Eiswürfel in große Gläser legen, den Gurken-Quark-Minzdrink darüber gießen und mit Dill sowie Zitronenscheiben garnieren.

Unser Tipp, wo Minze am besten gepflanzt wird:

Das anspruchslose, pflegeleichte und mehrjährige Kraut kann im Beet oder in einem Kübel auf dem Balkon angepflanzt werden. Wichtig ist ein sonniger bis halbschattiger Platz. Kurz vor der Blüte sollte die Pfefferminze geerntet werden – dann hat sie die beste Qualität.

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