Winterbaden: Was beim Eisbaden zu beachten ist

Nähern sich die Temperaturen dem Gefrierpunkt, sind sie wieder los: die Winterschwimmer! Sei es in der Elbe, im Wöhrsee oder Orankesee – von Nord bis Süd treffen sich die coolsten und hartgesottensten Wasserratten Deutschlands von Jahr zu Jahr, um bei einem gemeinsamen Bad Nässe und Kälte zu trotzen. Das Winterbaden garantiert nicht nur einen hohen Spaßfaktor, sondern kann sogar der Gesundheit dienlich sein. Doch wie genau und was versteht man darunter?

Sinn und Zweck von Winterbaden

Winter- oder Eisbaden bedeutet das Baden bei einer Wassertemperatur um den Gefrierpunkt, wobei man bis zur Brust ins Wasser steigt. Durch die plötzlich eintretende Kühle wird der Körper einem starken Temperaturreiz ausgesetzt. Um den Körper warm zu halten, reagiert er, indem er schnellstmöglich Wärme produziert. Dabei weiten sich die Gefäße, die sich nach dem Temperatursturz kurzfristig zusammengezogen hatten. Die Konsequenz: Das Blut kann schneller zirkulieren, der Kreislauf stabilisiert sich.

Regelmäßiges Winterbaden kann die Gesundheit fördern

Es heißt, regelmäßiges Winterbaden könne das Immunsystem stärken und so vor Infekten schützen. Die verbesserte Durchblutung nach dem Bad im kühlen Nass, die für ein verstärktes Wärmegefühl sorgt, empfinden viele außerdem als sehr angenehm. Darüber hinaus wird der Einsatz von Kälte mit einer körperlichen Leistungssteigerung in Verbindung gebracht.

Denn auf extrem niedrige Temperaturen reagiert der Körper auch, indem er wertvolle Stoffe wie Adrenalin, Endorphine sowie entzündungshemmende Kortikoide ausschüttet. Nach einer körperlichen Anstrengung kann der Körper so mitunter schneller regenerieren. Nicht umsonst sind deshalb Eisbäder insbesondere bei Leistungssportlern gern gesehen und gehören nach dem Training fast schon zur Routine.

Vorsicht bei der Dauer des Eisbades

Um seine Gesundheit nicht zu riskieren, ist es jedoch wichtig, sich nicht länger als nur wenige Sekunden oder Minuten im Wasser aufzuhalten. Außerdem sollte man sich zuvor gut aufwärmen – sei es durch etwas Bewegung oder dicke Kleidung. Das Gleiche gilt für die Zeit nach dem Bad. So reduziert man die Gefahr einer Unterkühlung auf ein Minimum. Wichtig ist auch, nie alleine zu baden. Im Falle eines Falls können Begleitpersonen helfen.

Grundsätzlich gilt zudem: Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden sollten kein Winterbaden praktizieren. Dies gilt insbesondere für Menschen mit Kreislaufproblemen. Im Zweifel ist ein Gespräch mit dem Arzt unerlässlich.

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