Trockene Haut nach dem Duschen

Sauberkeit geht vor Gesundheit – jedenfalls könnte man das annehmen, wenn man das Duschverhalten der meisten Deutschen beobachtet. Denn die Mehrheit stellt sich häufig und motiviert unter die Duschbrause. Ähnlich wie beim Autowaschen scheint die Sehnsucht nach Sauberkeit sehr stark ausgeprägt zu sein. Doch ist es auch gesund für unsere Haut, wenn man trockene Haut nach dem Duschen bekommt?

Grundsätzlich kann die Frage kurz und knapp mit einem Nein beantwortet werden. Denn Schweiß und Fett sorgen dafür, dass unsere Haut weich und geschmeidig ist und gesunde Bakterien und Pilze gedeihen. Dieser natürliche Säureschutzmantel verhindert zudem, dass bedenkliche Keime in die Haut gelangen. Im Einzelnen kommt es dann noch auf unseren Hauttyp an. Jede Haut hat ihren ganz eigenen Anspruch – und jeder Hauttyp kann austrocknen, wenn man falsch duscht.

  • Duschen mit trockener Haut

    Duschen mit trockener Haut

    Duschen ist gerade für die trockene Haut schädlich. Denn dabei entziehen Wasser und Pflegemittel der Haut das wertvolle körpereigene Fett – und gerade das kann keine Körpermilch oder Körperlotion ersetzen.

    Deshalb sollte man bei trockener Haut vor allem zu Cremeduschen oder Duschgels mit einem neutralen PH-Wert (zwischen pH 5 und pH 7) greifen, da diese der Haut wesentlich weniger Fett entziehen als herkömmliche Duschgels.

    Verwenden Sie keine (2-in-1-) Shampoos oder Festkörperseifen zur Körperreinigung, da beide stark entfetten. Peelings sind maximal einmal im Monat angeraten. Tipp: Nicht täglich, kurz (ca. 3 Minuten) und (auch im Winter) lauwarm duschen. Umgekehrt sollte man im Sommer auf die kalte Dusche verzichten – zur Abkühlung eignet sich der Kneippsche Knieguss.

  • Duschen mit sensibler Haut

    Duschen mit sensibler Haut

    Sensible Haut ist noch empfindlicher gegenüber Duschen als trockene Haut. Das heißt: Um Hautreizungen wie Brennen, Juckreiz oder Rötungen zu verhindern, sollte man ähnliche Produkte wählen wie bei trockener Haut.

    Ergänzend dazu sind Pflegeprodukte wie Duschbalsame mit wenig Tensiden und Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe optimal. Peelings sind tabu und das Duschwasser muss unbedingt lauwarm sein, denn heißes Wasser zerstört den körpereigenen Schutzfilm. Tipp: Die geduschte Haut mit einem weichen Handtuch vorsichtig abtupfen – starkes abrubbeln schadet der Haut.

  • Duschen mit fettiger Haut

    Duschen mit fettiger Haut

    Mit fettiger Haut kann man häufiger duschen. Das liegt daran, dass unser Körper dabei die entzogenen Hautlipide schnell wieder ersetzt. Doch auch Menschen mit fettiger Haut können ihren Säureschutzmantel zerstören. Deshalb sollte man auch bei diesem Hauttyp auf milde Duschgels setzen, die die Haut nicht angreifen, sondern schonend reinigen.

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