Nachhaltig produziert

Produzierende Unternehmen haben eine große Verantwortung. Und zwar nicht nur für die Qualität ihrer Produkte, ihre Belegschaft oder die Region, sondern auch für die Umwelt. Schließlich gehören sie oft zu den großen Energieverbrauchern. Energieeffizienz und ein bewusster Umgang mit den Ressourcen in der Produktion haben deshalb einen umso größeren Einfluss.

Bereits seit 2006 hat Kneipp das Thema nachhaltiger Produktionsbedingungen verstärkt in den Fokus gerückt. Seither haben wir unsere Anstrengungen intensiviert, zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und deren Erfolg durch ein kontinuierliches Monitoring überprüft. Im Kneipp Nachhaltigkeitsbericht erläutern wir regelmäßig, was sich bei uns tut. Über zu wenig Arbeit kann sich der Kneipp Nachhaltigkeitsbeauftragte jedenfalls nicht beklagen.

Was wir umgesetzt haben: die wichtigsten Beispiele

  • Strombedarf

    Strombedarf

    • Im Oktober 2010 wurde der Strombezug für alle Produktionsstandorte auf Strom aus Wasserkraft umgestellt.
    • 2012 installierte Kneipp in der Produktion eine Tageslicht- und präsenzabhängige Lichtsteuerung an den Linien. Hinzu kommt sukzessive der Einsatz von LED-Technik in den verschiedenen Arbeitsbereichen, beispielsweise in der Konfektionierung oder bei der Fluchtwegebeleuchtung.
    • 2015 wurden die Gebäudelüftungsanlagen erneuert, was erhebliche Steigerungen der Energieeffizienz mit sich brachte. Trotz stark gestiegener Fertigungsmengen konnte der Energieverbrauch so auf gleichem Niveau gehalten werden.
  • Gasverbrauch

    Gasverbrauch

    • Bereits zu Beginn der 2000er Jahre wurde die Erzeugung der benötigten Heizenergie von Ölheizungen auf Erdgasbrennwerttechnik umgestellt. Bei der Erdgasverbrennung fallen deutlich weniger Schadstoffe an als bei der Verbrennung von Heizöl. Ebenso ist die Menge des erzeugten CO2 je Energieeinheit geringer als bei der Verbrennung von Heizöl.
    • 2014 installierte Kneipp eine Druckluft-Kompressoranlage, deren Abwärme direkt in das Heizsystem eingespeist wird und so den Bedarf an konventioneller Heizenergie senkt.
    • 2015 wurde ein Projekt zur Erneuerung einer Lüftungsanlage realisiert. Im Rahmen dieses Projekts hat Kneipp weitere Wärmerückgewinnungsmaßnahmen realisiert. Dadurch konnte der Gasverbrauch trotz steigender Produktionszeiten nahezu auf gleichem Niveau gehalten werden.
  • Wassereinsatz

    Wassereinsatz

    Leitungswasser wird bei Kneipp aufwändig gereinigt und entmineralisiert. Als sogenanntes „vollentsalztes Wasser“ ist es Bestandteil einiger Kneipp Produkte. Zudem kommt Wasser für die Reinigung, Kühlung, Gartenbewässerung oder in den Sanitärbereichen zum Einsatz.

    Während der Gesamtwasserverbrauch aufgrund höherer Produktionsmengen steigt, hat sich die Wassereffizienz aufgrund verschiedener Maßnahmen kontinuierlich verbessert. Seit 2009 konnte der Wasserbedarf je Tonne Bulkware deutlich gesenkt werden.

  • CO2-Emissionen

    CO2-Emissionen

    Kontrollieren

    Seit 2006 betreibt die Kneipp GmbH ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach der Norm ISO 14001. Dieses wird jährlich durch externe Auditoren der DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen bewertet und die erhobenen Daten überprüft.

    Darüber hinaus hat Kneipp nach 2011 auch 2015 wieder seinen "Carbon Footprint" verifiziert. Die Firma Climate Partner hat dafür die CO2-Emissionen aller deutschen Standorte sowie des Kneipp Fuhrparks überprüft. Das detaillierte Beurteilungsergebnis können Sie im Kneipp Nachhaltigkeitsbericht lesen.

    Reduzieren

    2015 wurden demnach 901 Tonnen CO2 durch Gasverbrennung und den Fuhrpark erzeugt. Damit stiegen die CO2-Emissionen zwar um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bezogen auf die Herstellungsmengen an Bulkwaren sind die CO2-Emissionen seit 2009 jedoch stetig gesunken.

    Dies wurde zum einen durch einen effizienteren Gasverbrauch erzielt. Zum anderen nutzt Kneipp in seinem Fuhrpark Fahrzeuge mit moderner Abgastechnologie. Mitarbeiter sind darüber hinaus angehalten, bei ihren Geschäftsterminen Flugreisen zu vermeiden und wenn möglich die Bahn zu nutzen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

    Kompensieren

    Komplett vermeiden lassen sich CO2-Emissionen in der Produktion kaum. Kneipp hat sich deshalb für die Kompensation nicht vermeidbarer Emissionen entschieden. 2015 ist dies erstmals in vollem Umfang für die gesamten CO2-Emissionen des Fuhrparks inklusive der Emissionen durch Gasverbrennung gelungen.

    Kompensations-Projekte

    Das erste Kompensations-Projekt der Kneipp GmbH liegt im Osten Mosambiks. In der Provinz Sofala betreibt die Non-Profit Organisation Associação Envirotrade Carbon Livelihoods (AECL) in Zusammenarbeit mit der Provinzregierung in Sofala, dem Gorongosa National Park und der Gemeinde Nhambita ein Forstwirtschafts- und Wiederaufforstungsprogramm1.

    Seit 2016 unterstützt die Kneipp GmbH ein neues Kompensationsprojekt: Waldschutz - Isangi REDD+, Kongo2. Das Projektgebiet liegt im Isangi Territorium, im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, zwischen dem Fluss Kongo und einem seiner Nebenflüsse, dem Lomami.

    Die demokratische Republik Kongo ist Heimat des weltweit zweitgrößten Regenwalds. Dieser ist durch illegale Abholzung bedroht. Das Projekt widmet sich dem Schutz von mehr als 185.000 Hektar intakter Waldfläche und damit der Erhaltung der dortigen Biodiversität. Dazu gehören bedrohte Tierarten wie Waldelefanten, schwarze Panther und Bonobo-Schimpansen.

    Die Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung (REDD) ist eine wesentliche Klimaschutzstrategie der UN, die helfen soll, die Zerstörung der weltweiten Wälder zu stoppen. “REDD+”-Projekte berücksichtigen neben der Vermeidung der Entwaldung zusätzlich auch die Rolle des Artenschutzes, der Entwicklung lokaler Bevölkerungsgruppen und der Schaffung von Einkommen.
    Die Projektaktivität verbessert die Lebensqualität der lokalen Gemeinschaften in den 21 Ortschaften des Projektgebiets. Dies geschieht durch Ausbildung, Verbesserung landwirtschaftlicher Praktiken, Gesundheitsprogramme und neue Jobs wie dem Monitoring der Waldflächen. Durch den Bau einer Brücke und einer Straße wurde der Zugang zu Märkten außerhalb der Projektfläche verbessert, das Gehalt von sechs Grundschullehrern und einem Schulleiter wird ebenfalls durch das Projekt finanziert.

    Die Auswirkungen des Klimaschutzprojekts zusammengefasst:

    • Waldschutz
    • Schutz der lokalen Biodiversität, inklusive bedrohter Tierarten
    • Verfügbarkeit grundlegender Gesundheitsleistungen wie sauberes Trinkwasser und Antibiotika
    • Unterstützung der lokalen Gemeinschaften beim Erhalt ihres traditionellen, kulturellen, spirituellen und religiösen Erbes

     

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