[Translate to nl_nl:] Eukalyptus: Blätter, die die Welt bedeuten

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Kurz & knapp

Wissenschaftlicher Name: Eucalyptus globulus LABILL.
Volksname: Fieberbaum, Blaugummibaum
Arzneibuchbezeichnungen: Eukalyptusblätter Ph.Eur. (Eucalypti folium), Eucalyptusöl Ph.Eur. (Eucalypti aetheroleum)
Familie:
Myrtaceae (Myrtengewächse)
Herkunft: Die meisten der weltweit über 600 Eukalyptusarten sind in Australien und Tasmanien beheimatet. Natürliche Vorkommen gibt es jedoch ausschließlich in Südwestaustralien und Tasmanien.
Botanik: Der Eukalyptus ist ein raschwüchsiger, bis 60 Meter hoher Baum mit glattem Stamm.
Erntezeit: Ernte der Blätter ganzjährig möglich, zur Holzgewinnung nach ca. 12 Jahren
Verwendete Pflanzenteile: die sichelförmigen, gelblich-grünen, älteren Folgeblätter und das daraus durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öl, die Baumstämme zur Holzgewinnung

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Historische und volkstümliche Verwendung

Ob bei Verbrennungen, Insektenstichen, Kopfschmerzen oder sogar Malaria: Die Aborigines nutzten schon vor rund 60.000 Jahren den Eukalyptus als eine Art Allheilmittel. Der heilige Baum stellte für sie zudem die Trennung in Unterwelt, Erde und Himmel dar.

Es sollte bis ins späte 18. Jahrhundert dauern, ehe ein gewisser Sir Joseph Banks die Pflanze von einer Australien-Expedition mit nach Europa brachte. Knappe hundert Jahre darauf fand das aus Blättern gewonnene ätherische Öl – nach dem Vorbild der australischen Ureinwohner – weltweit medizinische Anwendung: zum Beispiel bei Erkältungskrankheiten, Bronchitis sowie als Magen-Darm-Mittel.

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Heutige Verwendung

Eukalyptus wird heute zu Bädern, Salben, Tees, Kapseln und natürlich den berühmten Bonbons verarbeitet. Er kann arzneilich angewendet die Symptome von Erkältungskrankheiten lindern, besonders im Bereich der oberen Atemwege. Darüber hinaus setzt man einige Eukalyptus-Arzneimittel auch zur äußerlichen Behandlung lokaler Muskelschmerzen ein.

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Schon gewusst?

In den Blättern einiger Eukalyptusbäume haben Wissenschaftler minimale Goldmengen gefunden, die die Wurzeln aus dem Boden ziehen; eine besondere Unterart, der Rieseneukalyptus, steht zudem mit 132 Metern Höhe im Guinnessbuch der Rekorde.

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