Schlafprobleme: Was tun gegen Schlaflosigkeit?
Schlafprobleme: Was tun gegen Schlaflosigkeit?

Tipps bei Schlafproblemen

Der (Arbeits-)Tag zieht sich mal wieder in die Länge, hinzu kommen Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall, Antriebslosigkeit, Reizbarkeit oder auch innere Unruhe. Dass Schlafprobleme nicht nur unser Gehirn, sondern auch unsere Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, kennen die meisten nur zu gut. Doch so vielseitig die Auswirkungen von schlaflosen Nächten sind, so vielseitig sind oftmals auch die Ursachen eines gestörten Schlafrhythmus. Was also tun, um nachts endlich wieder besser ein- und durchzuschlafen?

Frau liegt schlafend im Bett

Wann liegen Schlafprobleme vor?

Erholsamer Schlaf bedeutet Entspannung und Regeneration für unseren Körper. Kämpfen wir über einen längeren Zeitraum nachts mit Schlafstörungen, kann unser körpereigenes Immunsystem angegriffen werden. Dauerhafte Schlafprobleme – im Fachjargon als Insomnie bekannt – sind nicht zu unterschätzen, da sie uns anfällig für Krankheiten machen. Auch das Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Depressionen kann durch Schlaflosigkeit ansteigen.¹ Dennoch nehmen viele Menschen Schlafstörungen auf die leichte Schulter. Wie du unterscheidest, ob du einfach eine ganz normale Phase des schlechten Schlafs hast oder unter Insomnie leidest, erklärt dir unsere Schlafexpertin.

Frau wacht morgens entspannt auf

Schlafdauer und Schlafqualität: Schlafen wie ein Baby

Morgens fit aufwachen und erholt in den Tag starten. Was so einfach klingt, stellt für viele Insomnie-Betroffene ein Problem dar. Nämlich dann, wenn man durch einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus unfreiwillig zur Nachteule wird. So individuell wie wir selbst, so variabel ist auch die optimale Schlafdauer. In der Regel liegt sie zwischen 7 und 9 Stunden.

Frau liegt schlafend im Bett

Wie man zur Ruhe kommt, so schläft man: Mit diesen einfachen Methoden fallen dir Entspannung und Einschlafen leichter

Es ist das alte (Wiegen-)Lied: Ein Tag voller Stress geht zu Ende – und die Gedanken daran verfolgen uns bis ins Bett. Obwohl wir jetzt eigentlich innerlich herunterfahren wollen, läuft unser Gehirn zur Höchstform auf. Ans Einschlafen ist dann erstmal nicht mehr zu denken. Wer nun versucht, den Körper ins Reich der Träume „zu zwingen“, macht die Sache meist noch schlimmer. Die gute Nachricht: Schläft man ab und zu schlecht ein, muss nicht gleich eine handfeste Schlafstörung dahinterstecken. Trotzdem bleibt natürlich die Frage, wie das ungeliebte Gedankenkarussell gestoppt werden kann und wir uns das Einschlafen einfacher machen.


Man möchte es kaum glauben, aber hier kann schon ein einfaches „Stop“ Wunder wirken. Unser Gehirn ist nämlich gewissermaßen auf dieses Wörtchen konditioniert. Durch bewusstes innerliches Vorsagen lassen sich die kreisenden Gedanken damit tatsächlich häufig aufhalten. Eine andere Technik aus der Achtsamkeitsmediation ist es, das, was uns beschäftigt, einfach ziehen zu lassen. Schließe dazu die Augen und stelle dir Wolken an einem blauen Himmel vor. Und genauso, wie sie vom Wind fortgetragen werden, lässt du völlig entspannt auch deine Gedanken vorüberziehen. Dadurch schaffst du eine gewisse Distanz zu deinem Denken und Fühlen, vor allem, wenn du diesen Vorgang regelmäßig trainierst.


Darüber hinaus bringt es oft schon viel, wenn du deine Schlafroutine umstellst und die passenden Rahmenbedingungen für leichteres Einschlafen und guten Schlaf schaffst. Vielleicht helfen dir unsere Einschlaftipps:

Offene Fenster im Schlafzimmer

Tipp 1: Frische Luft

Lüfte vor dem Zu-Bett-Gehen dein Schlafzimmer für fünf Minuten bei vollständig geöffnetem Fenster. Denn: Ausreichend Sauerstoff macht müde. Achte darauf, dass die Raumtemperatur nicht zu hoch ist, 18 Grad Celsius gelten als optimale Schlaftemperatur.

Frau liegt abends in der Badewanne

Tipp 2: Entspannungsbad vor dem Schlafengehen

Eine besonders häufige Ursache von unruhigem Schlaf ist Stress. Dann gilt es, Körper und Geist zu beruhigen. Nimm am besten kurz vor dem Zu-Bett-Gehen ein Bad bei angenehmer Temperatur. Ein Entspannungsbad mit ätherischen Ölen sorgt dafür, dass der Körper herunterfährt und du abschalten kannst – ideale Voraussetzungen also für ein sanftes Einschlafen. Denn wenn der Kopf frei von Gedanken und der Körper erholt ist, fällt es uns leichter, in den Schlaf zu finden.

Wusstest du, dass Düfte unsere Stimmung beeinflussen können? So verhilft der Duft unserer Bade-Essenz Tiefenentspannung nachweislich zu tiefer Entspannung und innerer Ruhe. Das konnten wir mithilfe einer wissenschaftlichen Studie bestätigen.

Fußbad in Holzschale

Tipp 3: Wärmendes Fußbad

Du hast keine Badewanne zuhause? Kein Problem, ein warmes Fußbad verspricht Linderung bei kalten Füßen und damit auch bei Einschlafproblemen. Schon ein 10 bis 15 minütiges, ansteigendes Fußbad ist ausreichend, um die Durchblutung deiner Füße anzukurbeln. Für zusätzlichen Wohlfühl-Faktor die Füße nach dem Bad in warme (Kuschel)Socken packen.


Auch der Kneipp Knieguss zählt zu den Wasseranwendungen, die du als Einschlafhilfe nutzen kannst.

Frau liegt mit Handy im Bett

Tipp 4: Vermeidung von Lichtquellen vor dem Schlafengehen

Licht verhindert, dass der Körper das Schlafhormon Melatonin ausschüttet. Deshalb gilt: Je später der Abend, desto weniger Helligkeit solltest du dich aussetzen, da diese deine innere Uhr beeinflusst. Insbesondere blaues Licht von Smartphone, Tablet und Co. sind kurz vor dem Zubettgehen Gift für unsere innere Uhr. Für einen gesunden Schlaf trennst du dich am besten 60 Minuten vor dem Schlafengehen von Fernseher, Smartphone und anderen technischen Geräten.

Teekanne und Tasse stehen auf dem Bett

Tipp 5: Seelenwärmer: Schlaftrunk

Trinke vor dem Schlafengehen eine heiße Tasse Tee. Diese kleine Auszeit wärmt dich von innen und bereitet dich auf eine erholsame Nachtruhe vor. In vielen Kräuterteemischungen finden sich entspannende Aromen, die beruhigend auf unseren Körper wirken. Wenn du kein Tee-Fan bist, kann auch eine warme Milch mit Honig schlaffördernd wirken. Wir wünschen eine gute Nacht!

Gesunder Lebenswandel bei Schlafproblemen

Tipp 6: Übe Zurückhaltung

Zurückhaltung gilt als das Stichwort bei Schlafproblemen. Deshalb solltest du möglichst zwei Stunden vor dem Zubettgehen keine anstrengenden körperlichen Aktivitäten mehr ausüben und einige Stunden vor dem Schlafengehen nur noch leichte Kost zu dir nehmen. Der Genuss von Alkohol ist ebenfalls hinderlich bei Schlafproblemen.

Die in diesem Beitrag beschriebenen Inhalte sind nicht zwangsläufig auf unsere Kneipp Produkte übertragbar. Kneipp® Arzneimittel, Kosmetika sowie weitere Kneipp Produkte sind ausschließlich nach ihrer Indikation oder ihrer Zweckbestimmung zu verwenden.

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