Frau in Yogapose auf der Matte im Wohnzimmer.
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Entdecke den Schlüssel zu mehr Wohlbefinden und innerem Ausgleich

Der Vagusnerv

Wenn du direkt in die Sonne blickst, musst du niesen oder beim Ohrenausputzen husten?* Sollte dir eines dieser beiden Phänomene bekannt vorkommen, hast du ihn bereits kennengelernt, ohne es zu merken: den Vagusnerv. Warum einige Menschen diese Reflexe haben und andere wiederum nicht, ist bis heute nicht vollständig geklärt – sicher ist jedoch: Bei diesen ungewöhnlichen Reaktionen des Körpers auf äußere Reize spielt der Vagusnerv eine wesentliche Rolle. Ebenso wie für zahlreiche andere Prozesse im Körper.

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Der Vagusnerv – ein echtes Multitalent

Der Vagusnerv ist wie der Superheld unter den Nerven in unserem Körper und dennoch eher unbekannt. Dabei spielt er eine zentrale Rolle für unser Wohlbefinden und unsere innere Balance. Wir sollten ihm also eindeutig etwas mehr Aufmerksamkeit schenken, um das Beste aus ihm herauszuholen. "Dreh die Welt öfter um dich selbst": So lautet das Motto der aktuellen Dachmarkenkampagne von Kneipp – und genau das ist es, was wir tun wollen, um den Vagusnerv zu aktivieren und mehr Entspannung in unser Leben zu bringen. Denn wenn wir gestresst sind, kann der Vagusnerv manchmal aus dem Takt geraten und uns das Leben schwer machen. Aber keine Sorge, es gibt Möglichkeiten, ihn wieder in Schwung zu bringen und für mehr innere Ruhe zu sorgen.

Vagus – was? Eine Beschreibung des Vagusnervs

Niesen hin, Husten her – zunächst stellt sich die Frage: Was ist der Vagusnerv überhaupt und wo im Körper sitzt er?

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Wir haben dir einige Fakten zum Vagusnerv (lat. Nervus Vagus) zusammengestellt: Der Vagusnerv ist der zehnte und längste Nerv unserer zwölf Hirnnerven. Er wird auch Wandernerv, Wanderer oder der große Ruhe-Nerv genannt: Wanderer deshalb, weil der Vagusnerv ein verästelter, großer Nerv ist, der sich durch den Körper schlängelt und mit verschiedenen Organen und Geweben in Verbindung steht. Der Begriff "Wandernerv" bedeutet also nicht, dass der Nerv im wörtlichen Sinne durch den Körper wandert, sondern dass er eine weite Ausdehnung hat und eine Vielzahl von Funktionen im Körper beeinflusst: Als längster Hirnnerv entspringt der Nervus Vagus im Hirnstamm und verläuft dann entlang des Halses in Richtung Brust- und Bauchraum. Auf seinem Weg gibt es zahlreiche Verzweigungen und Verbindungen zu Organen wie dem Herzen, der Lunge, dem Magen und dem Darm, wodurch er unter anderem für die Regulation von wichtigen Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung, Verdauung und Stressreaktionen zuständig ist.


Der Nervus Vagus ist auch mit Teilen des Gehirns verbunden, die für Emotionen, Stimmung und Stress verantwortlich sind. Er ist wichtiger Akteur im autonomen Nervensystem und an der Funktion fast jeden inneren Organs sowie unserer emotionalen und mentalen Gesundheit mitbeteiligt. Dabei ist er als der wichtigste Nerv des Parasympathikus für Erholung, Ruhe und Verdauung ausschlaggebend – daher auch die Bezeichnung „Ruhe-Nerv“. 

Apropos Parasympathikus: Eine Theorie besagt, dass der oben beschriebene Nies- und Hustenreflex mit einer Überlappung der Nervenbahnen im Gehirn zusammenhängt, denn diese steuert das parasympathische Nervensystem – und somit auch der Nervus Vagus. Dabei wird angenommen, dass bei manchen Menschen gewisse Signale, die von den Sehnerven zum Gehirn gelangen, versehentlich auch den Nies- und Hustenreflex auslösen, da sich die Nervenbahnen überlappen.

Vagusnerv stimulieren und Stress reduzieren:

Gezielte Übungen & Vagus-Meditation

Wie bereits erwähnt, kann der Vagusnerv durch seine Verbindungen zum Gehirn auch Einfluss auf unsere Stimmung und unser allgemeines Wohlbefinden haben. Um letzteres zu steigern, hilft gezielte Übung – zum Beispiel diverse Anti-Stressmaßnahmen oder Übungen aus der neurobiologisch begründeten Vagus-Meditation. Mit Hilfe dieser Vagus-Meditation kannst du deine Verdauung verbessern, deine Herzfrequenz und deinen Blutdruck senken, gesünderen Schlaf genießen, deine Konzentration sowie Kreativität fördern und – ganz wichtig – Stress reduzieren. Durch praktische Übungen zur Stimulation des Vagusnervs kannst du ihn aktivieren. Auch kurze Ruhepausen und Momente der Entspannung in unserem oft stressigen Alltag sind Teil der Vagus-Meditation. 


Vagusnerv aktivieren: 4 effektive Methoden für ein besseres Körpergefühl:

  • Bewusste Atmung: Eine bewährte Methode der Vagus-Meditation ist die bewusste Atemtechnik. Durch langsame und tiefe Atmung kannst du den Vagusnerv aktivieren und eine beruhigende Wirkung auf deinen Körper und Geist erzielen. Eine tiefe Bauchatmung, bei der du bewusst in den Bauch atmest und den Atem langsam wieder ausatmest, kann besonders effektiv sein.


Meditation und Yoga: Meditation und Yoga sind wirkungsvolle Praktiken, um den Vagusnerv positiv zu beeinflussen. Diese Disziplinen helfen dir, deinen Geist zur Ruhe zu bringen und Stress abzubauen. Indem du dich auf deine Atmung konzentrierst und deine Gedanken zur Ruhe kommen lässt, kannst du eine tiefe Entspannung erreichen. Bei dieser Reise können dich passende Kneipp Produkte begleiten: Unsere speziellen Kneipp Kerzen mit ihren harmonischen Düften schaffen eine meditative Atmosphäre und unterstützen dich dabei, zur Ruhe zu kommen.


  • Massieren: Eine weitere Möglichkeit, den Vagusnerv zu stimulieren, besteht in sanften Berührungen. Massagen bestimmter Punkte am Körper, insbesondere im Nacken- und Halsbereich sowie am Cannon-Böhm-Punkt, können eine entspannende Wirkung auf den Vagusnerv haben und so zur allgemeinen Entspannung beitragen. 




Was stresst den Vagusnerv und was tut ihm gut?

Wenn du unter Beschwerden leidest, die mit dem Vagusnerv in Verbindung stehen könnten, wie Herz-Rhythmus-Störungen oder Probleme im Magen-Darm-Trakt, empfehlen wir dir, qualifizierte Fachexpert:innen zu konsultieren. Diese können weitere Ratschläge und spezifische Behandlungsansätze anbieten, die auf deine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

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Um Beschwerden ausgehend vom Vagusnerv vorzubeugen, sollte man wissen, welche Faktoren ihn belasten: Ein hektischer Lebensstil, chronischer Stress, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel können den Vagusnerv negativ beeinflussen. Diese Faktoren können zu einer Überaktivierung des Sympathikus führen – dem Teil unseres autonomen Nervensystems, der für Stressreaktionen verantwortlich ist. Um ein Gleichgewicht zwischen dem Sympathikus und dem Parasympathikus zu erreichen, ist es wichtig, den Vagusnerv bewusst zu aktivieren.


Hier kommen die fünf Säulen der ganzheitlichen Gesundheitsphilosophie von Kneipp ins Spiel: Wasser, Bewegung, Ernährung, Pflanzen und Balance. Indem du diese Prinzipien in dein tägliches Leben aufnimmst und dein allgemeines körperliches sowie geistiges Wohlbefinden steigerst, kannst du nicht nur den Vagusnerv positiv beeinflussen.

  • Wasser: Nutze die heilende Kraft des Wassers, sei es durch Kneipp-Anwendungen wie Kneippsche Güsse, Wassertreten oder auch entspannende Bäder, um deinen Körper und Geist zu regenerieren. Die Stimulation des Nervus Vagus durch das Wasser kann zu tiefer Entspannung führen und dich dabei unterstützen, die innere Balance wiederzufinden.


  • Bewegung: Engagiere dich regelmäßig in körperlicher Aktivität. Sei es durch Yoga, Spaziergänge in der Natur oder andere Sportarten. Bewegung hilft nicht nur dabei, den Körper fit zu halten, sondern hat auch eine positive Wirkung auf den Vagusnerv. Kneipp bietet verschiedene Übungen und Bewegungskonzepte an, die speziell darauf ausgerichtet sind, den Vagusnerv zu stimulieren und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.


  • Ernährung: Achte auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an nährstoffreichen Lebensmitteln ist, denn bestimmte Nahrungsmittel und Nährstoffe können die Aktivität des Vagusnervs unterstützen: Omega-3-Fettsäuren, die in Fisch, Leinsamen und Chiasamen enthalten sind, haben entzündungshemmende Eigenschaften und können den Vagusnerv stimulieren. Probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Sauerkraut und Kimchi fördern eine gesunde Darmflora, was sich positiv auf den Vagusnerv auswirkt. Zusätzlich können Kräuter und Gewürze wie Ingwer, Kurkuma und Basilikum entzündungshemmend wirken und den Vagusnerv unterstützen.


  • Pflanzen: Nutze die Kraft der Natur, um dein Wohlbefinden zu steigern. Kneipp setzt seit jeher auf die heilsame Wirkung von Heilpflanzen und bietet eine Vielzahl von Produkten auf pflanzlicher Basis an. Bestimmte Heilpflanzen wie Baldrian, Lavendel oder Melisse können beruhigend wirken. Achte darauf, hochwertige und natürliche Produkte zu verwenden, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.


  • Balance: Finde eine Balance in deinem Leben. Setze Prioritäten, nimm dir bewusst Zeit für dich selbst und pflege deine sozialen Beziehungen. Eine ausgewogene Lebensweise ist wichtig, um den Vagusnerv zu unterstützen und inneren Ausgleich zu finden. Kneipp kann dich dabei unterstützen, deine Balance durch verschiedene Angebote wie entspannende Anwendungen, Stressbewältigungstechniken und Selbstfürsorgekonzepte zu finden.

*Für alle, denen diese Reflexe unbekannt sind: Der sogenannte „Photische Niesreflex“ ist eine durch helles Sonnenlicht ausgelöste natürliche Reaktion des Körpers einiger Menschen – Schätzungen zufolge sind etwa 18-35% der Bevölkerung davon betroffen. Ähnlich verhält es sich mit dem „Arnold-Reflex“ (benannt nach einem deutschen Wissenschaftler, der das Phänomen entdeckte): Bei ca. 5% der Bevölkerung wird ein Hustenstoß ausgelöst, wenn der äußere Gehörgang beispielsweise durch ein Wattestäbchen gereizt wird. 



Quellen:

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