Ob früh morgens an der Kita, auf dem Weg zur Arbeit oder am Wochenende – Fahrradfahrern begegnet man mittlerweile an jeder Ecke. Dabei trifft die seit der Corona Pandemie zur regelrechten Trendsportart gereifte Fortbewegungsmethode auf viele Fans: Vom passionierten Klima-Radfahrer über den Hobbyradfahrer mit Lastenfahrrad bis hin zum professionellen Rennradfahrer – die unterschiedlichsten Radfahr-Typen sind auf den Radwegen unterwegs. Warum so viele Menschen gerne in die Pedale treten? Und wie gesund Radfahren wirklich ist? Das haben wir für dich recherchiert ...

Frau mit langen, dunklen Haaren schiebt ihr Fahrrad durch die Stadt.

Ist Radfahren gesund?

Fahrradfahren ist eine umweltfreundliche, praktische und gleichzeitig gesundheitsfördernde Art der Fortbewegung. Wer sich regelmäßig auf den Sattel schwingt, erfährt zahlreiche positive Effekte für Körper und Geist. 

Gute Gründe für Bewegung auf dem Fahrrad

Gesundheitliche Vorteile des Radfahrens

  • Fördert die körperliche Fitness: Als Ausdauersportart eignet sich Fahrradfahren besonders gut, um körperlich fit zu bleiben. Dabei muss kein exzessiver Sport betrieben werden, bereits regelmäßige Bike-Touren sind ausreichend für eine gute Grundfitness. Beim Radfahren werden unterschiedliche Muskelgruppen beansprucht, wobei vor allem die Beine, das Gesäß und die Bauchmuskeln gestärkt werden. Wusstest du? Regelmäßige Bewegung, dazu zählt auch Radfahren, lässt dich besser ein- und durchschlafen. 


  • Trainiert das Herz-Kreislaufsystem: Fahrradfahren ist ein gutes Konditionstraining. Bei hoher Trittfrequenz und niedrigem Gang trainierst du deine Ausdauer besonders gut. Die deutsche Herzstiftung empfiehlt moderates Training: 5 Trainingseinheiten mit 30 Minuten Radfahren pro Woche gelten als optimal.¹


  • Schont die Gelenke: Ähnlich wie das Schwimmen schont Radfahren deine Gelenke, da das Fahrrad dein Gewicht trägt. Radfahren verbessert die Gelenkbeweglichkeit, was vor allem für die Hüfte und die Knie sehr gut ist und günstig auf degenerative Gelenkbeschwerden wie Arthrose wirken kann. Durch die Entlastung der Wirbelsäule eignet sich Radfahren auch für Menschen mit Rückenproblemen.


  • Radfahren macht glücklich! Beim Radeln werden Endorphine, auch bekannt als Glückshormone, freigesetzt. Durch das rhythmische In-die-Pedale-Treten senkst du zusätzlich dein Stresslevel, was sich wiederum positiv auf deine Stimmung und das allgemeine und mentale Wohlbefinden auswirken kann. 


Übrigens: Ganz nebenbei kannst du beim Radeln die Natur genießen. Radfahren in der Gruppe stärkt zudem die soziale Komponente. Wenn das keine guten Gründe für eine Tour mit dem Rad sind. 

Auf was wartest du: ab auf den Drahtesel! 

Frau in braunem Wollmantel schiebt Fahrrad über die Straße.

Hilft Radfahren beim Abnehmen?

Regelmäßiges Radfahren kann beim Abnehmen unterstützen. Die Ausdauersportart hilft dir, Kalorien zu verbrennen und Körperfett abzubauen und ist somit ein perfektes Herz-Kreislauf-Training! Auch für den Muskelaufbau eignet sich Fahrradfahren, denn beim Radeln werden gleich mehrere Muskelgruppen beansprucht: die Beine, die Gesäßmuskeln und die Bauchmuskeln.


Doch wie so oft hängt der Abnehm-Erfolg nicht nur von einer Komponente ab: ein gesunder Lebensstil mit regelmäßigen Bewegungseinheiten sowie eine ausgewogene und kalorienarme Ernährung sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Gewichtsabnahme.

Mann in grünem Parka fährt auf dem Rad durch die Stadt.

Wie viel Radfahren ist gesund?

Auf die Frage "Wie viel Radfahren ist gesund?" gibt es keine pauschale Antwort. Vielmehr hängt die Häufigkeit von unterschiedlichen Faktoren wie dem individuellen Fitnesslevel oder den zu erreichenden Zielen ab. Es gibt jedoch allgemeine Empfehlungen, an denen du dich orientieren kannst: 150 Minuten moderates Radfahren pro Woche¹ sind ausreichend, um positive Auswirkungen auf den ganzen Körper festzustellen. 


Wie du auf die 150 Minuten pro Woche kommst? Integriere Bewegung auf dem Rad in deinen Alltag, beispielsweise indem du mit dem Fahrrad zur Arbeit oder dem Einkaufen fährst. Auch längere Radtouren am Wochenende sind denkbar. 

Bitte nicht vergessen: Ein Helm und ein funktionsfähiges, straßenverkehrstaugliches Fahrrad sind selbstverständlich!

Fahrrad fahren für das Klima

Warum nicht mal das Auto zuhause stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen? Klar, das funktioniert nicht immer. Doch gerade in der Stadt ist ein Fahrrad das optimale Fortbewegungsmittel, um schnell von A nach B zu kommen. Die positiven Wirkungen von regelmäßigem Fahrradfahren auf deine Gesundheit kennst du ja jetzt.  


Erste europäische, fahrradfreundliche Vorreiterstädte gibt es bereits: Kopenhagen (Dänemark), Amsterdam (Niederlande), Ferrara (Italien) oder auch Münster (Deutschland) sind nur einige Beispiele, in denen der Radverkehr eine zentrale Rolle im Straßenverkehr spielt. 

Frau beim Wassertreten.

Kneippen gegen schwere Beine

Nach dem Radfahren ist vor dem Kneippen

Wie jede sportliche Betätigung beansprucht auch das Radfahren deine Muskeln. Da kommt eine Runde Wassertreten im Kneipp Becken wie gerufen.

Tipp: Eine Runde Kneippen, auch als Wassertreten bekannt, lässt müde Beine schnell wieder munter werden. Eine Übersicht über Kneipptretbecken findest du in der App des Kneipp-Bundes.

Quellen:

1) Deutsche Herzstiftung: Fahrrad fahren kräftigt das Herz, aufgerufen am 04.04.2023.

Das könnte dich auch interessieren:

Frau fährt Fahrrad.

Bewegst du dich ausreichend? Warum Bewegung so wichtig für unsere Gesundheit ist.

Frau dehnt sich im Grünen.

Wie Muskelkater entsteht und was du dagegen tun kannst.

Frau macht an einer Holzbrücke im Wald Pause und genießt die Natur.

Spaziergang im Wald: Erholsam und gesunder Schub für positive Energie.

Frau beim Wassertreten in einem See mit hölzernem Handlauf.

Probleme mit Migräne, Kreislauf oder Krampfadern?