Bohnen und Löffel
Bohnen und Löffel

Vegetarische und vegane Ernährung

Sebastian Kneipp war zwar weder Veganer, noch Vegetarier, aber auch er war ein Liebhaber von pflanzlichen Lebensmitteln. Längst sind diese alternativen Ernährungsweisen keine Angelegenheit mehr für Haferflockenverfechter, Puddingsüchtige oder militante Kräuterhexen. Nein, inzwischen bieten auch die meisten Restaurants mehr als Beilagen an, wenn man kein Fleisch isst und auch Supermärkte sind sehr gut ausgestattet. Woher kommt die Begeisterung von der Ernährung ohne Fleisch oder ohne tierische Lebensmittel?

Fleischlos glücklich – warum vegetarisch und vegan gesund ist

Nie wieder Schnitzel? Keine Bratwurst mehr? Warum hören Vegetarier und Veganer auf, Fleisch zu essen? Dafür gibt es viele Gründe für vegetarische oder vegane Ernährung, die weit über das Mitleid mit Tieren hinausgehen. Regelmäßiger Fleischkonsum kann zu vielen Krankheiten wie Krebs, Gicht, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes führen. Umgekehrt kann eine ausgewogene vegetarische oder vegane Ernährung nicht nur Krankheiten verhindern. Vielmehr kann eine fleischlose Ernährungsweise Krankheiten vorbeugen – also doppelt gut.



Die Welt retten – warum vegetarisch oder vegan ökologisch ist

Außerdem ist eine vegetarische oder vegane Lebensweise umweltschonender: Die Fleischproduktion führt zum Abholzen von (Regen-)Wäldern und benötigt Unmengen von Wasser. Bei einem Kilo Rindfleisch kommen 15.000 Liter Wasser zum Einsatz.


Dazu führt Fleischkonsum zu einem CO2-Anstieg und trägt zum Klimawandel bei. Ein Kilo Fleisch verursacht 36 Kilogramm Kohlendioxid. Oder anders gerechnet: Ein Fleischesser produziert (mit 1,82 Tonnen) fast doppelt so viel Kohlendioxid im Jahr wie ein Vegetarier (mit weniger als eine Tonne). Der Grund ist: Die Tiere brauchen viel Futter, das angebaut werden muss. Dadurch fehlt wiederum Wald, der Sauerstoff produziert und Kohlendioxid bindet. Außerdem gibt schon ein einzelnes Tier hunderte Liter an Methangas in die Atmosphäre ab.

Freilich ist die vegetarische Kost im Großen und Ganzen wohlfeiler als die Fleischkost.

Sebastian Kneipp Quote
Sebastian Kneipp

Rezepte, die schon Sebastian Kneipp gern verspeist hätte

Neben Wasser, Pflanzen, Bewegung und Balance zählt auch die Säule Ernährung zu Sebastian Kneipps Philosophie. Hier findest du eine kleine Sammlung an Rezepten, die auch Kneipp gerne verspeist hätte. Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen und -backen!

Mandeltorte auf einem weißen Teller.

Die Zutaten:

  • 2 mittelgroße Bio-Orangen
  • 6 Eier
  • 250g Zucker
  • 2 TL Backpulver
  • 250g gemahlene Mandeln
  • zur Dekoration: Mandelblüten


Eine Springform mit ø 24 cm (diese sollte dicht sein, der Teig ist recht flüssig)


Tipp: Wer keine Springform zur Hand hat, kann auch eine Auflauf- oder andere ofenfeste Form verwenden. Diese gut einfetten und den Boden mit passgenau zugeschnittenem Backpapier auslegen.


Die Zubereitung:

Die Orangen im Ganzen, inklusive Schale, zwei Stunden in Wasser weich kochen. Das Ganze dann auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Anschließend die Orangen vierteln, Kerne sowie Stielansatz entfernen und das Fruchtfleisch mit den weich gekochten Schalen pürieren.


Die Eier schaumig schlagen und mit Zucker verrühren. Das Backpulver mit den gemahlenen Mandeln vermischen und unter die Eiercreme heben. Anschließend auch das abgekühlte Orangenpüree unterheben.


Die Masse in der Springform bei ca. 200°C etwa 45-60 Minuten backen. Sollte der Kuchen oben bereits braun werden, nach 30 Minuten mit einem Pergamentpapier abdecken.


Wenn der Kuchen fertig gebacken ist, diesen noch warm mit einem scharfen Messer vom Rand ablösen, Servierplatte auf die Form legen und stürzen. Nun das Backpapier abziehen, den Kuchen mit Mandelblüten verzieren und die Leckerei schmecken lassen!




Portrait von Herbalista, alias Gabriele L. Bräutigam.

Ein Rezept von Herbalista

Herbalista, alias Gabriele L. Bräutigam beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Wildpflanzen und Ernährung. Die zertifizierte Kräuterführerin gibt ihr Wissen in Seminaren und Wildkräuterwanderungen mit Kochkurs weiter.

Nussstrudel mit Brokkoli auf einem Teller.

Die Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Brokkoli
  • 1 Zwiebel
  • 60 g Walnusskerne
  • 250 g Feta-Käse
  • 150 g Crème fraîche
  • Salz, Pfeffer
  • 320 g Blätterteig


Die Zubereitung:

Brokkoli waschen und in Röschen schneiden. In einem Topf etwa 10 Minuten dünsten oder kochen. Inzwischen die Zwiebel schälen und fein hacken.


Die Walnusskerne grob hacken und den Feta-Käse in Würfel schneiden. Zwiebel, Walnusskerne und Feta mit der Crème fraîche verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.


Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Blätterteig ausrollen und die Brokkoli-Nuss-Mischung in die Mitte geben.


Zuerst die Seiten, dann die Enden einklappen und festdrücken. Den Strudel 45 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Dazu passt Apfel-Zimt-Rotkohl.

Maronen-Champignon-Braten mit Serviettenknödel und Apfel-Zimt-Rotkohl

Die Zutaten für 4-6 Portionen:

  • 250 g Maronen vorgekocht
  • 250 g Champignons
  • 1 Möhre
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Zwiebeln
  • 500 g Vollkorntoast
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 5 EL Maisstärke
  • 125 ml Sojamilch
  • 2 EL Senf
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Prise Salz
  • Pfeffer


Die Zubereitung:

Die vorgekochten Maronen pürieren oder in den Mixer geben.


Die Champignons putzen und in feine Würfel schneiden (ich habe dazu einfach den Nicer Dicer genutzt). Die Möhre ebenfalls putzen und schälen, dann fein reiben.


Den Lauch putzen und in dünne Ringe schneiden.


Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden.


Die Rinde des Vollkorntoast abschneiden und das Toast in Würfel schneiden. Die Petersilie waschen und fein hacken.


Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.


Alle Zutaten in einer großen Schüssel mit den Händen vermengen.


Alufolie auf einer Arbeitsfläche auslegen, mit etwas Pflanzenöl einstreichen und die Masse darauf zu einem Braten formen. Mit der Alufolie zudecken und 1 Stunde im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene backen. Anschließend herausholen, in Scheiben schneiden und servieren.



Serviettenknödel


Die Zutaten:

  • 300 g Vollkornbrötchen getrocknet, ggf. im Ofen trocknen
  • 300 ml Milchalternative
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Prise Salz
  • Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl


Die Zubereitung:

Die getrockneten Brötchen in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Mit der Milchalternative übergießen.


Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden.


Die Petersilie waschen und fein hacken. Zwiebel und Petersilie ebenfalls in die Schüssel geben.


Mit Pfeffer und Salz würzen, das Pflanzenöl hinzugeben.


Mit den Händen zu einem Teig kneten. Diesen dann in zwei Hälften teilen.


Stücke Frischhaltefolie auf der Arbeitsfläche ausbreiten und die beiden Teighälften darauf einrollen. Mit der Frischhaltefolie umschließen und in Alufolie einwickeln. Die Knödel in kochendes Wasser geben und 30 Min. kochen lassen.


Anschließend die Knödel aus dem Wasser holen und von Alu- und Frischhaltefolie befreien. Die Knödel dann in Scheiben schneiden und in einer Pfanne in dem Pflanzenöl von beiden Seiten knusprig braten. Anschließend servieren.



Apfel-Zimt-Rotkohl


Die Zutaten:

  • Ein Kopf Rotkohl
  • 4 Äpfel
  • 4 Zwiebeln
  • 1 EL Kokosöl
  • 4 EL Kokosblütenzucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Zimt


Die Zubereitung:

Den Rotkohl vom Strunk und den äußeren Blättern entfernen. Mit einer Reibe oder einem Messer in Streifen schneiden, waschen und das Wasser abtropfen lassen.


Die Zwiebeln vierteln, entkernen und in Würfel schneiden. Die Äpfel waschen, entkernen und ebenfalls fein würfeln.


Das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und Äpfel und Zwiebeln 2-3 Minute dünsten.


Den Rotkohl, die Zwiebeln und Äpfel in einem großen ca. 20-25 Min. kochen.


Anschließend das Wasser abtropfen lassen, mit Kokosblütenzucker, Salz und Zimt würzen.

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