Handpflege im Winter

Sie existieren paarweise, ermöglichen uns das Greifen, Tasten, Tragen und Fühlen; sogar sprechen können wir mit ihnen. Die Rede ist von unseren Händen. Das Wunderwerk Hand besteht jeweils aus 27 Knochen, 3 Nerven und diversen Muskeln. Ganz schön viel für ein verhältnismässig kleines Körperteil – aber schliesslich muss es aufgrund seiner anatomischen Position ja auch Wind und Wetter trotzen. Besonders in der kalten Jahreszeit werden unsere Hände durch trockene Heizungsluft und klirrende Kälte in Mitleidenschaft gezogen. Wir verraten dir, wie du deine Hände auch im Winter optimal schützt und pflegst. 

Hand in Hand: Warum Handpflege im Winter so wichtig ist

Genau wie unsere Gesichtshaut ist auch die Haut an unseren Händen besonders anfällig für äussere Einflüsse. Die Haut an unseren Händen verfügt über wenig Fettgewebe und ist zudem sehr dünn. Hinzu kommt, dass unsere Handinnenflächen zwar viele Schweissdrüsen, jedoch kaum Talgdrüsen besitzen. Talgdrüsen hingegen sind wichtig für die Produktion von wertvollen Lipiden. Der Begriff Lipide bezeichnet hauteigene Fette, die unsere Haut wie ein Schutzschild vor äusseren Einflüssen wie Kälte, Schmutz oder auch Hitze schützen. Befinden sich – wie auf unserem Handrücken – zu wenige Talgdrüsen, wird nicht ausreichend Fett produziert und der Schutzfilm der Haut kann nur bedingt aufgebaut werden. Besonders unsere moderne Lebensweise aber auch Umwelteinflüsse (über)fordern unsere Hände. Das kann schnell zu spröder, rissiger und trockener Haut an den Händen führen. 

 

 

Wie pflege ich meine Hände im Winter?

Gerade in der kalten Jahreszeit, in der das Tragen von Handschuhen, trockene Heizungsluft und niedrige Aussentemperaturen unserer Haut zusetzen, wird die Haut an den Händen schnell spröde, rissig, juckt oder schuppt. Was du dagegen tun kannst? Wir verraten es dir!

Augen auf beim Handschuhkauf

Genau wie unsere Beine zählen unsere Hände zu den menschlichen Extremitäten. Um unsere Hände im Winter vor der direkten Kälte zu schützen, greifen viele von uns zu Handschuhen. Bei der Wahl deiner Handschuhe empfehlen wir, auf atmungsaktive Textilien wie Baumwolle zurückzugreifen. Kunstfasern lassen schnell eine feuchte Atmosphäre im Handschuh entstehen, durch die unsere Hautbarriere zusätzlich gereizt wird.

Handpflege mit pflanzlichen Ölen

Handcremes mit pflanzlichen Ölen sind bestens für die Pflege deiner Hände geeignet. Pflanzliche Öle ähneln unseren hauteigenen Lipiden, weshalb Produkte mit Pflanzenölen schnell in die Hautbarriere eindringen und dort bestens verwertet werden können. Bei empfindlichen Hauttypen sind Handcremes mit pflanzlichen Ölen besonders empfehlenswert. 

Handhygiene

Zusätzlich zur Winterkälte strapazieren wir unsere Hände besonders in Zeiten der Corona Pandemie durch häufiges Händewaschen und der Verwendung von Desinfektionsmittel. Desinfektionsmittel hemmen die auf unserer Hautoberfläche befindlichen Keime. Allerdings können alkoholbasierte Desinfektionsmittel auch unsere Haut austrocknen, indem der Haut wichtige Fette entzogen werden. Die Haut wird anfälliger gegenüber Rissen, wodurch Bakterien und Viren leichter in die Hautbarriere eindringen können. Was also tun, um bei ausreichender Handhygiene geschmeidige Hände zu bewahren?

Genau wie heisses Baden und Duschen beeinflusst heisses Wasser beim Händewaschen die Struktur unserer Hautbarriere, wodurch unsere Haut Feuchtigkeit verliert. Um den Feuchtigkeitshaushalt der Haut zu bewahren oder wieder aufzustocken, empfehlen wir eine lauwarme Wassertemperatur sowie den Einsatz pH-freundlicher Seifen. 

So wäschst du deine Hände richtig

Jetzt mehr über den pH-Wert erfahren

Wie pflege ich meine Hände richtig?

Um trockenen und rissigen Händen vorzubeugen, ist gute Handpflege unabdingbar. Das bedeutet: Nach jedem Händewaschen die Hände mit einer geeigneten Handcreme optimal pflegen. Doch Vorsicht bei der Produktauswahl: Handcremes unterscheiden sich in ihrem individuellen Einziehverhalten und ihrer Pflegeintensität, die von den im Produkt eingesetzten pflanzlichen Ölen abhängen. Pflanzliche Öle lassen sich unterteilen:

Öle wie Arganöl- oder Jojobaöl haben einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und ziehen deshalb schnell in die Haut ein, ohne einen Fettfilm auf der Haut zu hinterlassen. Diese Öle werden manchmal auch als „trockene“ Öle bezeichnet. Wohingegen „nicht trockene“ Öle mehr gesättigte Fettsäuren enthalten, die einen leichten Fettfilm auf unserer Haut hinterlassen. Zu diesen Ölen zählen beispielsweise Avocado- oder Macadamiaöl.

Apropos Pflegeintensität: Nach dem Eincremen schnell die Reste der Tagescreme oder der Bodylotion als Handcreme zu verwenden ist keine gute Idee, da die Formulierungen der Cremes und Lotionen extra auf die entsprechende Körperpartie abgestimmt sind. Besser zu einer Handcreme greifen. Diese ist speziell auf die Pflege von Händen ausgerichtet.  

Finde die passende Handcreme für deine Hände

Wie oft sollte ich meine Hände eincremen?

Unsere Hände sind richtige Allround-Talente. Umso wichtiger ist es, ihnen unsere volle Aufmerksamkeit zu schenken. Bei der Handpflege ist nicht die Menge der Pflege entscheidend, sondern die Auswahl der richtigen Produkte sowie die regelmässige Anwendung. Hast du besonders strapazierte Hände, kannst du nach jedem Händewaschen eine pflegende Handcreme auftragen. 

Das kleine Einmaleins des Händeeincremens

  • Gib eine kleine Menge Handcreme auf deine Hände.
  • Reibe zunächst deine Handaussenflächen gegeneinander.
  • Jetzt die Creme in den Fingerzwischenräumen verteilen.
  • Zum Schluss die Handinnenflächen mit der Creme bedecken.

 

Samtweiche Hände über Nacht

Einen intensiven Pflegeeffekt erreichst du, wenn du deine Hände vor dem Schlafengehen eincremst und Baumwollhandschuhe überziehst. Beim Aufwachen am nächsten Morgen wirst du mit zarten Händen belohnt.

Home-Spa für deine Hände: Pflegendes Handbad

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