Feine Mikroplastikpartikel schweben im Meer.
Feine Mikroplastikpartikel schweben im Meer.
Mikroplastik vs. synthetische Polymere:

Diese Inhaltsstoffe verwenden wir (nicht) in den Kneipp Produkten

Die EU definiert Mikroplastik als feste, unlösliche und biologisch schwer abbaubare synthetische Polymerpartikel mit einer Größe von weniger als 5 Millimetern (gemäß EU VO 2023/2055).


Diese Kunststoffteilchen können zum Problem für unsere Ökosysteme werden, wenn sie in die Umwelt – in Wasserkreisläufe und Nahrungsketten gelangen. Das geschieht beispielsweise durch feinsten Abrieb von Fleece-Materialien, die über die Waschmaschine ins Abwasser geraten, oder Reifenabrieb auf den Straßen, der ins Grundwasser geschwemmt wird. In einigen Kosmetikprodukten wurde in der Vergangenheit sogenanntes „primäres Mikroplastik“ als Abrasivmittel mit Abriebwirkung eingesetzt – beispielsweise in Form kleiner Plastikkügelchen in Peelings.


Deshalb verbietet die EU den Einsatz von festem Mikroplastik (gemäß EU VO 2023/2055) in Kosmetikprodukten. 

Kein Mikroplastik in Kneipp Produkten

Wir verwenden in Kneipp Kosmetikprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln kein festes Mikroplastik (gemäß Definition EU VO 2023/2055).

Flustix Plastikfrei Logo

16 Kosmetikprodukte zertifiziert: „Produktinhalt mikroplastikfrei“

Transparenz rund um das Thema Mikroplastik ist uns wichtig. Deshalb haben wir eine Auswahl von 16 Produkten aus verschiedenen Kategorien unseres internationalen Kosmetik-Sortiments nach dem flustix-Standard unabhängig prüfen und als mikroplastikfrei zertifizieren lassen. 


Die Zertifizierungsanforderungen von flustix basieren auf der EU-Definition von Mikroplastik nach REACH/ECHA ((Link – öffnet in externem Tab – auf: https://flustix.com/begriffsbestimmungen-less-plastics-plastikfrei/)): feste, unlösliche und biologisch schwer abbaubare synthetische Polymerpartikel mit einer Größe von weniger als 5 Millimetern.


Die Prüfung der Inhaltsstoffe unserer Kosmetikprodukte erfolgt nicht nur über die sogenannte Inci-Liste (International Nomenclature Cosmetic Ingredients), sondern im Labor. Dabei lässt sich Mikroplastik bis zu 1 Mikrometer (μm) erkennen – also bis zu einer Größe von einem Tausendstel Millimeter. Damit gibt das Laborergebnis nicht nur Auskunft darüber, ob der Formulierung bewusst Mikroplastik zugesetzt wurde, sondern auch ob generell Mikroplastik enthalten ist, also beispielsweise durch einen Umwelteintrag über mit Mikroplastik belastete Rohstoffe.


Die Laborprüfung zeigt: Alle Produkte, die wir von Kneipp bislang in den Zertifizierungsprozess gegeben haben, erhielten das Siegel „flustix PLASTIKFREI – Produktinhalt Mikroplastikfrei“. In dieser Übersicht findest du die Details über unsere zertifizierten Produkte: flustix Datenbank 

Verwendet Kneipp flüssige synthetische Polymere?

Die EU verbietet den Einsatz von festem Mikroplastik (gemäß EU VO 2023/2055) in Kosmetik schrittweise. Die Verwendung von flüssigen, gelösten oder gelartigen synthetischen Polymeren ist indes weiterhin erlaubt. Dennoch werden auch diese Inhaltsstoffe häufig in Zusammenhang mit dem Begriff „Mikroplastik“ genannt. 


Wir verzichten in unseren Kosmetikprodukten auf biologisch schwer abbaubare flüssige, gelöste oder gelartige synthetische Polymere. Dabei orientieren wir uns am BUND-Einkaufsratgeber1, der die folgenden synthetischen Polymere in Zusammenhang mit dem Begriff "Mikroplastik" auflistet:

KUNSTSTOFF IN KNEIPP PRODUKTEN ENTHALTEN?
Polyethylen (PE) Nein
Polypropylen (PP) Nein
Polyethylenterephthalat (PET) Nein
Nylon-12 Nein
Nylon-6 Nein
Polyurethan (PUR) Nein
Acrylates Copolymer (AC) Nein
Acrylates Crosspolymer (ACS) Nein
Polyacrylat (PA) Nein
Polymethylmethacrylat (PMMA) Nein
Polystyren (PS) Nein
Polyquaternium (PQ) Nein
Polypropylenglycol (PPG) Nein
Polyethylenglycol (PEG) Keine biologisch schwer abbaubaren Verbindungen mit Kettenlängen über 50. Biologisch schwer abbaubare Verbindungen sind erkennbar an Werten über 50 (z.B. PEG-120)¹. Weitere Infos untenstehend im Text.
Nahaufnahme von Mikroplastikpartikel auf Zeigefinger und Mittelfinger einer Person.

Was sind PEG?

PEG (Polyethylenglykole) sind synthetische Emulgatoren. Bei der Auflistung der Inhaltsstoffe auf der Verpackung werden sie in der Regel mit einer Nummer kombiniert. Diese gibt die Zahl der Moleküleinheiten an. Je höher die Zahl, desto mehr Einheiten, desto schwerer abbaubar. Biologisch schwer abbaubare Verbindungen sind erkennbar an Werten über 50. Wir haben uns deshalb entschieden, eine Grenze zu ziehen und in unseren Kosmetikprodukten ausschließlich PEG bis zu einer Kettenlänge von 50 einzusetzen, also maximal bis PEG-50.

Quellen: 

1) BUND-Einkaufsratgeber, (Stand November 2021)

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