„Ich glaub‘, ich werde krank!“ Kennst du auch dieses unbehagliche Gefühl, wenn sich eine Erkältung anzubahnen scheint? Leichter Druck auf dem Kopf, etwas kratzt im Hals – und auch die dicksten Socken können gegen die dauerkalten Füße einfach nichts ausrichten. Probier doch mal ein Fußbad mit ansteigender Temperatur nach Kneipp!

Die Wirkung folgt auf dem Fuße:

Frau hat ihre Füße in einem mit Wasser gefüllten Eimer, man sieht von ihr nur die Beine und Füße.

Was du mit einem ansteigenden Fußbad erreichen kannst

Warm – wärmer – gesünder: Das Fußbad mit ansteigender Temperatur nach Kneipp ist ein beliebtes Hausmittel bei aufkommendem Schnupfen, Husten und Co. Sebastian Kneipp befasste sich in seinem Hauptwerk „Meine Wasserkur“ schon 1886 ausführlich mit dieser Anwendung; schließlich handelt es sich bei ihr um ein waschechtes Multitalent. Ein ansteigendes Fußbad kann:

  • beginnende Erkältungskrankheiten im Bereich der oberen Atemwege bremsen, bevor sie sich ausbreiten
  • bei chronischen Nasenneben- und Stirnhöhlenentzündungen helfen
  • chronisch kalte in warme Füße verwandeln und zugleich den gesamten Körper mit Wärme versorgen
  • das Einschlafen erleichtern

Das ansteigende Fußbad eignet sich bei Erkältungskrankheiten mit Fieber, besonders im Beginn derselben

Schwarz-weiß Portrait von Sebastian Kneipp.
Sebastian Kneipp

Kalte Füße:

Nicht nur bei Erkältung unliebsame Begleiter

Natürlich hoffen wir, dass du diese Zeilen bei bester Gesundheit liest. Doch vielleicht gehörst du ja auch zu den vielen Menschen, die sich in kühleren Jahreszeiten mit kalten Füßen plagen – selbst wenn kein Infekt im Anmarsch ist. Soviel gleich vorab: Im Grundsatz ist das ganz normal! Denn unser Körper versucht bei sinkenden Außentemperaturen, lebenswichtige Organe inklusive Gehirn durch einen gesteigerten Blutfluss warm zu halten. Den Kürzeren ziehen hier vor allem Hände, Beine und Füße. Davon können vor allem Frauen ein Lied singen. Sie sind – abseits aller Klischees – tatsächlich häufiger von diesem Phänomen betroffen. Denn wie die Wissenschaft inzwischen weiß, produziert der weibliche Körper wegen seiner von Natur aus geringeren Muskelmasse weniger Wärme – die er zudem etwas schlechter speichern kann.

Schritt für Schritt:

Video: Anleitung zur Durchführung des ansteigenden Fußbads.
Das Video spielt mit Klick auf den Play-Button ab.

So funktioniert ein Fußbad mit warmem Wasser

  • Gutes zur richtigen Zeit: Ein ansteigendes Fußbad kann zu jeder Zeit durchgeführt werden. Da sich nach der Anwendung viele Menschen müde fühlen, empfiehlt es sich idealerweise kurz vor dem Schlafengehen.
  • Kurze Vorbereitung: Fülle heißes Wasser in eine Thermoskanne; wenn aus deinem Wasserhahn nur handwarmes Wasser fließt, kannst du der Temperatur auch durch kurzes Erhitzen im Wasserkocher auf die Sprünge helfen. 
  • Nun füllst du Wasser in eine Fußwanne. Messen nicht vergessen: Die Wassertemperatur sollte bei circa 33 Grad liegen – was du mit einem wasserdichten Thermometer überprüfst.
  • Reinsteigen und ansteigen lassen: Nun dürfen beide Füße ins warme Wasser. Dann immer im Abstand durch schrittweises Hinzugießen des heißen Wassers aus der Thermoskanne die Temperatur langsam auf maximal 40 Grad steigern und kontinuierlich wiederholen. 
  • Beachte: Gieße das Wasser langsam neben deine Füße, damit du dich mit dem heißen Wasser nicht verbrennst.
  • Die Zeit im Blick behalten: Das Fußbad nach Kneipp sollte circa 10 bis 15 Minuten dauern. 
  • Abtrocknen und einmummeln: Trockne nach dem Fußbad deine Füße gut ab und packe dich direkt für 20 Minuten ins warme Bett. Zur Entspannung kannst du die Füße erhöht lagern. Falls du noch nicht Schlafengehen möchtest, kannst du nach 20 Minuten wieder aufstehen. Sonst: Schlaf gut!


Tipp: Du kannst dein Fußbad auch mit Badekristallen anreichern. So verströmen zum Beispiel die ätherischen Öle der Kneipp Fußbadekristalle nicht nur einen herrlich erfrischenden Duft; sie sorgen zugleich für eine sanfte Reinigung deiner Füße und weichen von Hornhaut betroffene Stellen auf. Die ideale Vorbereitung für ein anschließendes Fußpflegeritual

Sie bewirken viel – sind aber nicht ohne:

Wer ansteigende Fußbäder lieber meiden sollte

Ein Fußbad mit warmem Wasser steigert die Durchblutung. Wer also zum Beispiel an Herzbeschwerden leidet, sollte vor dieser Anwendung seinen Arzt konsultieren; gleiches gilt für Menschen mit Venenerkrankungen, einer Neigung zu Thrombosen und Krampfadern, schweren arteriellen Durchblutungsstörungen oder diabetischen Füßen. 


Übrigens: Neben bestimmten Erkrankungen können auch Einflüsse wie Rauchen, übermäßiger Stress, zu enge Schuhe oder viele weitere Faktoren die Temperaturregulierung in unserem Organismus negativ beeinflussen. Der beste Weg zu wärmeren Füßen führt hier über das Infragestellen so mancher Gewohnheit bis hin zu mehr Me-Time … mit dem Fußbad als perfektem Begleiter.

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