Frau sitzt entspannt in einem sonnendurchfluteten Schlafzimmer auf einem Bett mit warmen, natürlichen Farbtönen.
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Warum Zink so wichtig ist und wie viel Zink am Tag man braucht

24.02.2026

Es gibt Tage, an denen wir uns einfach rundum wohlfühlen – ausgeglichen, energiegeladen und zufrieden. Damit dieses Gefühl nicht nur Zufall ist, spielt unsere Ernährung eine wichtige Rolle: Sie liefert die Nährstoffe, die der Körper für zahlreiche Funktionen benötigt. Einer dieser essenziellen Mikronährstoffe ist Zink: Das Spurenelement spielt eine zentrale Rolle in vielen Prozessen des Organismus. Grund genug, das Multitalent unter den Mikronährstoffen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: Wie viel Zink am Tag wird empfohlen? Wie erkenne ich einen Zinkmangel? Welche Lebensmittel enthalten viel Zink? Wir haben die Antworten für dich!

Von Abwehrkräften bis Zellwachstum:

Frau steht in einer hellen Küche und hält ein Glas Wasser vor einem großen Fenster mit Blick ins Grüne.

Warum ist Zink für unseren Körper wichtig?

First things first: Zink gehört zu den essenziellen Spurenelementen. Das sind Mineralstoffe, die der Organismus zwar nur in geringen Mengen benötigt (also lediglich Spuren davon), ohne die er aber ziemlich schnell aus dem Takt kommt. Anders als zum Beispiel Vitamin D kann der Körper Zink weder selbst bilden noch speichern. Wir müssen es also regelmäßig mit der Ernährung aufnehmen. Das Leistungsportfolio von Zink wirkt dabei ziemlich beeindruckend: Zink übernimmt im Körper vielfältige Aufgaben. Es trägt unter anderem zur Zellteilung bei und spielt eine Rolle bei der Wundheilung sowie der Fortpflanzung¹. Auch das Immunsystem profitiert von einer ausreichenden Zinkversorgung, denn das Spurenelement unterstützt dessen normale Funktion. Forschende haben zudem Hinweise gefunden, dass Zink in Kombination mit bestimmten Stoffen – wie sie etwa in Schokolade oder Kaffee vorkommen – zur Abwehr freier Radikale beitragen kann².

Was sind mögliche Symptome von Zinkmangel?

Ein Zinkmangel kann sich auf ganz unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Häufig wird er erst spät erkannt, weil die Anzeichen oft unspezifisch sind. Zu den möglichen Symptomen zählen unter anderem eine erhöhte Infektanfälligkeit, verzögerte Wundheilung oder brüchige Nägel. Die Ursache einer gestörten Zinkaufnahme fallen ebenso vielfältig aus: Neben einer einseitigen Ernährung spielen auch Alkoholkonsum sowie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen eine Rolle³. Zweifelsfrei feststellen kann ein Zinkmangel jedoch nur ein Arzt oder eine Ärztin. Wenn du also Bedenken hast, hol dir am besten ärztlichen Rat ein.

Holztisch mit verschiedenen zinkhaltigen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Getreide und Kernen in natürlichen Schalen, dekoriert mit frischen Kräutern.

Wie viel Zink braucht der Körper täglich?

Auf den ersten Blick eine einfache Frage. Doch um sie zu beantworten, müssen wir etwas tiefer in die Welt des Spurenelements Zink eintauchen. Denn wie viel davon wir täglich benötigen, hängt stark von unseren Ernährungsgewohnheiten ab. Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte Phytat. Es steckt zum Beispiel in gesundem Vollkorngetreide oder Hülsenfrüchten, hat aber den leidlichen Nebeneffekt, die Absorption von Zink im Darm zu vermindern. Daher gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ihre Mengenempfehlung immer im Verhältnis zur Phytataufnahme ab – nach dem Muster: mehr Phytat = höherer Zinkbedarf. Erwachsene Frauen sollten demnach täglich zwischen 7 und 10 mg Zink zu sich nehmen, bei Männern sind es mit 11 bis 16 mg etwas mehr. Schwangere und Stillende benötigen pro Tag zwischen 7 und 14 mg⁴.

Kleiner Exkurs: Viel Phytat, wenig Phytat?

Falls du noch nie von Phytat gehört hast, hilft dir leider auch der Blick auf Nährwerttabellen nicht weiter. Dort taucht der Begriff nämlich so gut wie nie auf. Aber zum Glück gibt es ein paar Richtlinien: Ernährst du dich ausgewogen und vielfältig, liegt deine Phytatzufuhr (und damit dein Zinkbedarf) vermutlich im Mittelfeld. Dies gilt auch bei vegetarischen und veganen Essgewohnheiten, bei denen die Getreideprodukte vorrangig zum Beispiel aus Sauerteig oder ausgemahlenem Mehl bestehen. Denn durch Verarbeitungsprozesse wie Fermentation, Einweichen oder Keimen lässt sich der Phytatgehalt in Lebensmitteln senken. Anders verhält sich das Ganze, wenn auf deinem Speiseplan viele unfermentierte und phytathaltige Vollkornprodukte stehen (etwa Soja- oder Kidneybohnen) und du zusätzlich kein oder wenig tierisches Protein zu dir nimmst. In diesem Fall kann deine Zinkaufnahme gehemmt bzw. dein Bedarf erhöht sein, da sich Eiweiß aus tierischen Quellen positiv auf die Bioverfügbarkeit von Zink auswirkt⁵.

Welche Lebensmittel enthalten viel Zink?

Sollte dir jetzt vor lauter Ernährungswissenschaft der Kopf qualmen, kommt hier die gute Nachricht: Es ist eigentlich gar kein Hexenwerk, die empfohlenen Zinkmengen über die ganz normale Ernährung zu erreichen. Denn Zink steckt in ziemlich vielen Lebensmitteln. Ganz hervorragende Lieferanten sind zum Beispiel Haferflocken, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Blattspinat, Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Käse. Generell kann Zink aus tierischen Quellen von unserem Organismus etwas besser verwertet werden als aus pflanzlichen⁶.


Eine kleine Beispielrechnung: morgens Haferflocken mit Nüssen und Kuhmilch, mittags Kabeljau mit Wildreis, abends zwei Scheiben Roggenvollkornbrot mit Gouda ... schon bist du bei circa 11 mg Zink. Easy, oder⁷?

FAQs: Was du zu Zink noch wissen solltest

Zink ist kein Wundermittel gegen Erkältungen, aber es übernimmt im Körper wichtige Aufgaben. Unter anderem unterstützt es die normale Funktion des Immunsystems – und genau das ist entscheidend, wenn es um die Abwehr von Krankheitserregern geht. Studien zeigen, dass eine ausreichende Zinkversorgung für die Immunabwehr wichtig ist. Ob zusätzliche Präparate bei einer Erkältung helfen, hängt jedoch von vielen Faktoren ab und ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

Darauf ein ganz klares Ja! Zu hohe Mengen Zink über einen längeren Zeitraum wirken sich zum Beispiel negativ auf die Aufnahme von Kupfer aus, einem weiteren wichtigen Spurenelement. Dann kann es zu ernsten Folgeerkrankungen kommen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zieht ihre Grenze deshalb bei einer Tageshöchstdosis von 25 mg Zink für Erwachsene⁸. Dieser Wert sollte nicht dauerhaft überschritten werden – was über die Ernährung aber ohnehin kaum möglich ist.

Wichtig: Neben Nahrungsergänzungsmitteln können auch Mundhygieneprodukte wie Zahnpasta oder Haftcreme zu einer höheren Zinkzufuhr beitragen⁹.

Falls du ergänzend zu deiner Ernährung auf Zinkpräparate setzt, achte unbedingt auf die Verzehrempfehlung des Produkts. Im Allgemeinen wird geraten, Zink-Supplements mit etwas Abstand zu calcium- oder eisenreichen Mahlzeiten einzunehmen. Leidest du unter einem empfindlichen Magen, kannst du die Präparate auch abends verwenden.

Quellen: 

1) Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Fragen und Antworten zu Zink, aufgerufen am 17.11.2025 

2) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Mit Schokolade, Tee, Kaffee und Zink zum gesunden Leben?, aufgerufen am 17.11.2025 

3) gesund.bund: Zinkmangel, aufgerufen am 17.11.2025 

4) Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte Zink, aufgerufen am 17.11.2025 

5) Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Fragen und Antworten zu Zink, aufgerufen am 17.11.2025 

6) Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwert Zink, aufgerufen am 23.12.2025

7) Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Fragen und Antworten zu Zink, aufgerufen am 17.11.2025 

8) Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit: Scientific Opinion on Dietary Reference Values for zinc, aufgerufen am 17.11.2025 

9) Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Fragen und Antworten zu Zink, aufgerufen am 17.11.2025

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