Frau steht unter einer laufenden Dusche in einem modernen Badezimmer, Rückenansicht.
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Alles, was du wissen musst

Wie viele Haare verliert man am Tag?

Haare in der Bürste, auf dem Kopfkissen oder im Abfluss nach dem Duschen – solche Szenen kennen wir alle. Oft lösen sie ein mulmiges Gefühl aus und die Sorge, ob vielleicht etwas nicht stimmt. In den meisten Fällen ist dieser Anblick jedoch völlig normal. Unser Haar erneuert sich ständig: Alte Haare fallen aus, damit neue kräftig nachwachsen können. Der tägliche Verlust einiger Haare ist daher kein Grund zur Beunruhigung, sondern Teil eines gesunden Rhythmus. Hier erfährst du, wie viele Haare man am Tag normalerweise verliert, warum das geschieht und welche sanften Möglichkeiten es gibt, Haare und Kopfhaut zu stärken.

So viel Haarverlust am Tag ist normal

Ein erwachsener Mensch verliert im Durchschnitt 50 bis 100 Haare pro Tag. Das klingt zunächst viel, ist aber ein ganz natürlicher Vorgang. Auf unserem Kopf sind insgesamt rund 100.000 bis 150.000 Haare. Auch wenn davon täglich ein kleiner Teil ausfällt, bleibt das Haarbild unverändert.


Um sich das besser vorzustellen: Denke an einen großen Baum mit vielen Blättern. Jeden Tag fallen ein paar davon ab – doch der Baum bleibt trotzdem grün und dicht. Ähnlich ist es mit deinem Haar: Die 50 bis 100 Haare, die täglich ausfallen, machen nur einen winzigen Teil der gesamten Haarmenge aus. Gleichzeitig kommen neue Haare nach, sodass das Gesamtbild unverändert bleibt. 

Frau in einem hellen Badezimmer trägt einen Bademantel und ein Handtuch um den Kopf, steht vor einer geöffneten Holztür.

Wie unser Haarwachstum funktioniert

Haare wachsen nicht für immer. Jedes einzelne folgt einem festen Rhythmus: Es wächst eine Zeit lang, macht dann eine Pause und fällt schließlich aus, damit ein neues nachwachsen kann. Diesen Ablauf nennt man Haarzyklus. 


Er besteht aus drei Phasen:

  • Wachstumsphase: Das Haar wächst aktiv und wird kräftig. Diese Phase dauert mehrere Jahre.
  • Übergangsphase: Das Haar stellt sein Wachstum ein.
  • Ruhephase: Das Haar löst sich und wird durch ein neues ersetzt.


Da sich nicht alle Haare gleichzeitig in derselben Phase befinden, erneuert sich unsere Haarpracht Stück für Stück. Jeden Tag ein paar Haare zu verlieren ist ein ganz natürlicher Vorgang.


Anzeichen von Haarausfall, bei denen du aufmerksam werden solltest:

  • Es treten sichtbare kahle Stellen oder lichte Bereiche auf.
  • Über mehrere Wochen hinweg verlierst du deutlich mehr als 100 Haare pro Tag; Begleitend zeigen sich manchmal Juckreiz, Schuppen oder Rötungen auf der Kopfhaut.
  • Wimpern und Augenbrauen werden dünner.
  • Der plötzliche Ausfall von Haaren, ohne erkennbare Ursache.
Holzbürste mit runden Noppen liegt auf beigem Stoff, im Sonnenlicht mit Schatten von Blättern.

Unterschiedliche Arten von Haarausfall

Haarausfall zeigt sich nicht bei allen Menschen gleich, sondern kann verschiedene Formen annehmen. 


Beim diffusen Haarausfall wird das Haar insgesamt dünner, ohne dass einzelne kahle Stellen sichtbar werden. Diese Form tritt häufig nach Stress, Krankheiten, Medikamenteneinnahme oder bei Nährstoffmangel auf und betrifft häufig Frauen.


Der kreisrunde Haarausfall äußert sich durch plötzlich auftretende, runde kahle Stellen auf der Kopfhaut. Seine Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, oft spielen das Immunsystem oder seelische Belastungen eine Rolle. 


Am häufigsten ist der erblich bedingte Haarausfall, der schleichend beginnt und sich durch einen zurückweichenden Haaransatz oder einen lichter werdenden Scheitel bemerkbar macht.


Wichtig: Eine Diagnose kann nur medizinisches Fachpersonal stellen. 

Frau steht unter einer laufenden Regendusche in einem dunklen Badezimmer, Wasser tropft von den Haaren und Schultern.

Ursachen, warum Haare stärker ausfallen können

  • Nährstoffmangel: Haare brauchen bestimmte „Baustoffe“, um kräftig zu wachsen. Fehlen Biotin, Zink, Eisen oder Eiweiß, werden sie schneller dünn oder brüchig. Crash-Diäten oder einseitige Ernährung können diesen Effekt verstärken.
  • Hormonelle Veränderungen: Schwankungen im Hormonhaushalt z. B. durch Schilddrüsenprobleme, die Anti-Baby-Pille oder andere Medikamente können das Haarwachstum beeinflussen.
  • Ungesunde Gewohnheiten: Regelmäßiges Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss oder eine unausgewogene Ernährung sind Stress für den Körper. 
  • Styling und Pflege: Ständiges Färben, Blondieren, Glätten oder zu heißes Föhnen greifen die Haarstruktur an. Auch zu enge Frisuren können das Haar strapazieren.
  • Lebensstil: Dauerstress, zu wenig Schlaf oder unzureichende Bewegung bringen den Körper aus dem Gleichgewicht. Das kann sich unter anderem am Hautbild und durch Haarausfall bemerkbar machen.
  • Jahreszeiten & Umwelt: Im Herbst oder Frühjahr verlieren viele Menschen automatisch mehr Haare. Auch Sonne, Chlor- oder Salzwasser können die Haare zusätzlich belasten.


Wende dich zur Aufklärung an medizinisches Fachpersonal.  

7 Tipps für gesundes und kräftiges Haar

Haare brauchen Nährstoffe, um stark zu bleiben. Setze auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchten und Nüssen. Besonders Eisen, Zink, Vitamin D und B-Vitamine sind wichtig für gesundes Haar.

Nutze milde Shampoos ohne aggressive Zusätze, wasche nicht zu heiß und verzichte auf zu häufiges Waschen. Auch beim Kämmen gilt: lieber vorsichtig und mit sanften Bürsten arbeiten, um Haarbruch zu vermeiden.


Verzichte so oft wie möglich auf extremes Hitze-Styling wie Glätteisen oder Lockenstab. Trage deine Haare locker statt dauerhaft streng gebunden – so bleiben Haarwurzeln und -struktur gesund.


Dauerhafter Stress belastet nicht nur die Nerven, sondern auch Haut und Haare. Plane bewusste Auszeiten. Sei es eine Sporteinheit, ein Spaziergang oder einfach Nichtstun.  


Eine sanfte Kopfmassage regt die Durchblutung an, entspannt und kann das Haarwachstum fördern. Integriere eine Kopfmassage einfach in deine nächste Dusche und verwöhne deine Kopfhaut beim Einshampoonieren.


Im Schlaf regeneriert sich der Körper und damit auch deine Haare. Achte auf regelmäßige Ruhephasen, damit dein Körper die nötige Energie für verbessertes Haarwachstum bekommt.


Kräftigere, gesunde Haare sind ein langsamer Prozess. Veränderungen sind oft erst nach einigen Monaten sichtbar. Bleib konsequent, aber gelassen. So vermeidest du unnötigen Frust.


FAQ - Häufige Fragen zum Thema Haare

Viele Menschen bemerken im Herbst (September bis November) verstärkten Haarausfall. Ursache ist oft der natürliche Haarzyklus, der im Sommer durch Sonne und Wärme aktiver war. Ein saisonales Phänomen.


Im Durchschnitt trägt jeder Mensch rund 100.000 bis 150.000 Haare auf dem Kopf. Die genaue Zahl hängt von der Haarfarbe und -struktur ab: Blondes Haar ist oft feiner, dafür dichter (bis zu 150.000 Haare), während Rothaarige zwar kräftigere Haare haben, aber mit etwa 80.000 bis 90.000 die geringste Anzahl. Braun- und Schwarzhaarige liegen mit etwa 100.000 bis 120.000 Haaren im Mittelfeld.


Ja, mit zunehmendem Alter verlängert sich die Ruhephase des Haarzyklus und die Wachstumsphase wird kürzer. Dadurch wachsen die Haare langsamer nach, bleiben oft dünner und erreichen nicht mehr die frühere Länge oder Fülle. Das ist ein natürlicher Prozess, der bei den meisten Menschen im Laufe der Jahre eintritt.


Ja. Männer sind häufiger vom erblich bedingten Haarausfall betroffen, meist zeigt er sich durch Geheimratsecken oder eine beginnende Glatze. Bei Frauen tritt eher diffuser Haarausfall auf, bei dem das Haar insgesamt dünner wird, etwa durch hormonelle Veränderungen oder Stress.


Fazit: Oft steckt hinter Haarverlust ein gesunder Prozess Haarverlust ist ein natürlicher Prozess und ein Zeichen für einen gesunden Haarzyklus. Mit einer bewussten Lebensweise, sanfter Pflege und kleinen Auszeiten für dich selbst kannst du viel dazu beitragen, dass dein Haar kräftig bleibt und du dich rundum wohlfühlst.


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