Frische Orangen mit Nüssen und Beeren auf heller Naturstein-Deko – gesundes Food-Arrangement.
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Wie du welche Vitamine kombinieren kannst

Kaffee und Kuchen, Sommer und Eis, Winter und Punsch – manche Dinge passen einfach perfekt zusammen. Aber auch jenseits solcher oder anderer „Guilty Pleasures“ gibt es echte Dreamteams: zum Beispiel bei den Vitaminen. Die können nämlich nicht nur allein viel Gutes in unserem Körper bewirken – manche davon laufen erst mit dem richtigen Partner zur Höchstform auf. Welche Vitamine kombinieren wir also idealerweise untereinander bzw. mit welchen Mineralstoffen? Und gibt es auch weniger empfehlenswerte Paarungen? In diesem Beitrag klären wir nicht nur die wichtigsten Punkte in Sachen Vitaminkombinationen; du erfährst hier auch, zu welcher Tageszeit dein Körper Vitamine am besten aufnehmen kann. 

Frau trinkt grünen Smoothie in heller, gemütlicher Wohnumgebung.

Vitamine zusammen nehmen – warum eigentlich?

Soviel vorab: „Schlechte Vitamine“ gibt es nicht. Von den heute 20 bekannten Vitaminen gelten 13 für uns Menschen als lebenswichtig. Allerdings kann unser Körper die meisten der Mikronährstoffe nicht oder nur in geringen Mengen selbst herstellen. Wir müssen sie also über die Nahrung zuführen, damit wir unseren täglichen Vitaminbedarf decken können. Und das tun wir am besten durch kluge Kombinationen: entweder von Vitaminen untereinander oder von Vitaminen und Mineralstoffen. Was heute wissenschaftlich vielfach belegt ist, hätte übrigens auch Sebastian Kneipp gefallen. Schon im 19. Jahrhundert betonte der Gründer unserer Marke, dass Gesundheit immer ein harmonisches Zusammenspiel vieler Faktoren benötigt.

Welche Vitamine lassen sich gut kombinieren?

Vom Energiestoffwechsel bis zum Immunsystem, von der Zellerneuerung bis zur geistigen Leistungsfähigkeit: Vitamine machen einen tollen Job in unserem Körper. Und mit den richtigen Partnerstoffen an ihrer Seite machen sie ihn oft noch besser. Besonders bewährte Teams sind:


Vitamin C und Eisen

Ein Spinatsalat mit Zitronenvinaigrette, ein Linsen-Dal mit Paprika …? Solche kulinarischen Kompositionen sind für deinen Körper die reinste Symphonie: Denn das pflanzliche Eisen aus bestimmten Gemüsesorten & Hülsenfrüchten kann dank des in Zitrusfrüchten, Paprika und Co. enthaltenen Vitamin C besser aufgenommen werden¹.


Vitamin D und Calcium

Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm – und unterstützt dabei, es besser in die Knochen einzubauen². Das Vitamin fungiert vereinfacht gesagt als „Türöffner“ für den Mineralstoff Calcium.

Übrigens: Vitamin D gehört zu den wenigen Vitaminen, die unser Organismus mithilfe des Sonnenlichts zum großen Teil selbst bilden kann.


Vitamine A, D, E, K und Öle

Diese Vitamine sind allesamt fettlöslich. Das bedeutet: Wir können sie besser aufnehmen, wenn sie zusammen mit Fett in unseren Körper gelangen – vorzugsweise über hochwertige Speiseöle wie Oliven- oder Leinöl. Während Vitamin A zum Beispiel für die Augen notwendig ist³, ist Vitamin K Teil des Knochenstoffwechsels⁴. Vitamin E trägt zum Schutz vor Zellschädigungen bei⁵. 


Vitamin C und Vitamin E

Wenn’s passt, passt’s einfach: So lautet die Devise bei diesem Nährstoff-Duo! Das wasserlösliche Vitamin C verfügt nämlich über die außergewöhnliche Fähigkeit, das fettlösliche Vitamin E zu regenerieren⁶. Letzteres kann dann seine Funktion bei der Unterstützung des Zellschutzes entsprechend länger entfalten.

Meist eine Frage der Menge:

Frau genießt ein Getränk am Fenster mit herbstlicher Aussicht.

Sollte man bestimmte Vitamine nicht kombinieren?

Die Themen „Welche Vitamine ergänzen sich?“ bzw. „Welche Nährstoffkombinationen sind sinnvoll?“ haben wir also schonmal geklärt. Doch gibt es auch Don’ts in diesem Bereich? Darauf ein klares Jein! 

Wenn es um unerwünschte Wechselwirkungen geht, liegt es in der Regel an der Dosis. So können etwa große Mengen an Vitamin A oder Vitamin E die Aufnahme von Vitamin K reduzieren⁷. Es gilt also bei Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln gleichermaßen: Balance ist alles!

Morgens? Mittags? Abends? 

Bei Vitaminen, Mineralstoffen und Co. zählt nicht nur das „Wer mit wem?“ – auch der passende Zeitpunkt kann bei der gewünschten Wirkung einen Unterschied machen. 

Zur Orientierung findest du hier eine Tabelle:

Nährstoff Empfohlene Tageszeit Grund
Vitamin A Mittags Vitamin A kann mit einer fetthaltigen Mahlzeit besser aufgenommen werden (von der man abends eher absehen sollte)
Vitamin B12 - Hier gibt es keine eindeutigen Empfehlungen
Vitamin C Morgens Kann die Aufnahme von pflanzlichem Eisen aus dem Frühstück unterstützen
Vitamin D Mittags Vitamin D kann mit einer fetthaltigen Mahlzeit besser aufgenommen werden (von der man abends eher absehen sollte)
Vitamin E Mittags Vitamin E kann mit einer fetthaltigen Mahlzeit besser aufgenommen werden (von der man abends eher absehen sollte)
Eisen Mindestens 30 Minuten vor Kaffee oder Tee. Am besten auf nüchternen Magen. Die Gerbstoffe von Kaffee sowie von grünem und schwarzem Tee können die Eisenionen im Magen binden und die Eisenaufnahme hemmen⁸

Bitte beachte: Es handelt sich hier nur um eine Empfehlung. Am Ende entscheidet immer dein Körpergefühl und die Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin.

Gut zu wissen:

FAQs zur Vitamineinnahme – eine Übersicht

Brauche ich Nahrungsergänzungsmittel, wenn ich mich ausgewogen ernähre?

Eine abwechslungsreiche Ernährung deckt in den meisten Fällen den Vitaminbedarf vollständig. Bestimmte Lebenssituationen (z. B. Schwangerschaft, höheres Alter, wenig Sonnenstunden) können eine Ergänzung jedoch sinnvoll machen – am besten nach ärztlicher Rücksprache.

Multivitaminpräparate sind auf den ersten Blick praktisch – und können für die Grundversorgung durchaus hilfreich sein. Bei speziellen Bedürfnissen ist aber eine gezielte Kombination meist sinnvoller als Multivitaminpräparate.

Achte darauf, nicht mehrere Multivitaminpräparate gleichzeitig zu verwenden, da dies zu einer Überversorgung einzelner Nährstoffe führen kann.

Eine Überdosierung ist grundsätzlich möglich – vor allem, wenn Nahrungsergänzungsmittel in sehr hohen Mengen oder kombiniert eingenommen werden. Halte dich daher immer an die empfohlenen Dosierungen und vermeide unnötige Mehrfachpräparate. 

Vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist eine ärztliche Rücksprache empfohlen. So stellst du sicher, dass die Dosierung zu deinen individuellen Bedürfnissen passt. 

Beide Vitamine zusammen sollen vorteilhaft für unsere Knochen sein und begegnen uns entsprechend häufig in Kombi-Präparaten. Allerdings gibt es nach aktuellem Stand keine gesicherten Erkenntnisse aus der Praxis, dass dieses Duo der alleinigen Einnahme von Vitamin D überlegen ist⁹.

Disclaimer

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