Kopfhörer, Trinkflasche und Handtuch zählen zu den Sporttaschen-Essentials. Doch beim Blick unter den Reißverschluss zeigen sich häufig auch: Supplements, eine Handvoll Nüsse oder die gute alte Banane. Für viele gehört Magnesium vor oder nach dem Sport jedweder Art einfach dazu. Schließlich gilt Magnesium als wichtiger Mineralstoff für Muskeln, Energie und Nerven*. Doch was kann Magnesium beim Sport tatsächlich leisten? Und brauchen ambitionierte Sportler und Sportlerinnen mehr davon als Menschen, die nur gelegentlich die Laufschuhe schnüren? Zeit für ein kleines Workout mit den Fakten!

* Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.

Welche Rolle Magnesium beim Sport spielt

Als essenzieller Mineralstoff erfüllt Magnesium wichtige Aufgaben – vor allem in puncto Muskelkontraktion, Reizübertragung und Energiestoffwechsel¹. Ganz normale Körperfunktionen also, die aber bei körperlicher Belastung oder intensivem Training besonders gefordert sind. Entsprechend kann der Bedarf an Magnesium für Sportler und Sportlerinnen höher ausfallen. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Extraportion Magnesium für mehr Kraft, Ausdauer oder schnelleren Muskelaufbau sorgt. Wer sportliche Fortschritte erzielen will, braucht in erster Linie die richtige Balance aus Training, Ernährung und Erholung – Magnesium ist dabei ein wichtiger Teamplayer, aber kein Leistungs-Booster.

Mann in Sportkleidung führt auf einem Weg im Park eine Dehnübung für das ausgestreckte Bein aus.

Magnesium und Sport: Die Intensität entscheidet

Sport ist nicht gleich Sport: die einen haben im Gym schon ihren Zweitwohnsitz, andere setzen auf die gelegentliche Joggingrunde durch den Park oder möchten einfach in Form bleiben. Wie viel Magnesium Sportler und Sportlerinnen benötigen, hängt maßgeblich vom Aktivitätslevel ab. Wer sich ausgewogen ernährt und moderat bewegt, kann seinen Magnesiumbedarf meist über Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und grünes Gemüse decken. Im ambitionierten oder sogar professionellen Sport lohnt sich wiederum ein genauerer Blick auf das große Ganze: den Energieumsatz, die Frequenz und Intensität der Trainingseinheiten, den Speiseplan ... Gerade hier kann es sinnvoll sein, die Versorgung mit Magnesium bewusster im Blick zu behalten.

Magnesium vor dem Sport, danach oder währenddessen?

Eine allgemeingültige Idealzeit für die Einnahme von Magnesium beim Sport gibt es nicht. Entscheidend ist vielmehr, dass du deinem Körper kontinuierlich Magnesium zuführst. In der Praxis ist das gar nicht kompliziert. Für ordentlich Magnesium nach Krafttraining und Co. sorgst du zum Beispiel mit einem proteinreichen Snack. Haferflocken, Nüsse, Cashewkerne oder ein Vollkornbrot mit Emmentaler haben nämlich reichlich Eiweiß und Magnesium im Gepäck. 


Für Supplements gilt: Magnesium als Nahrungsergänzung bei Sport und Bewegung ist grundsätzlich nicht verkehrt. Du solltest jedoch unbedingt auf die empfohlene Verzehrmenge achten. Denn in zu hohen Dosen können Magnesiumpräparate abführend wirken².


Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung.

Paar stehen in einer Küche an einer Arbeitsplatte und trinken aus Gläsern.

Magnesiummangel durch Sport? Immer mit der Ruhe!

So hoch der Stellenwert von Magnesium für Sportler und Sportlerinnen ist: Kaum zieht beim Training die Wade, lautet die Selbstdiagnose oft „zu wenig Magnesium“. Dabei hängen Magnesiummangel und Sport gar nicht zwingend zusammen. Muskelkrämpfe können unzählige Ursachen haben, von der Überforderung des Muskels über falsches Schuhwerk bis hin zu Störungen im Elektrolythaushalt³. Ähnlich sieht es beim Thema Magnesium und Muskelkater aus. Dieser entsteht typischerweise nach ungewohnten oder intensiven Belastungen. 

FAQs:

Wissenswertes zu Magnesium für Sportler und Sportlerinnen

Nein. Zwar kann der Bedarf an Magnesium bei intensiver körperlicher Belastung höher sein, aber eine allgemeingültige Empfehlung existiert nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt lediglich Schätzwerte für eine angemessene Tageszufuhr an. Diese betragen 350 mg/Tag für erwachsene Männer und 300 mg/Tag für erwachsene Frauen⁴.

Auch wenn das lange eine Annahme war: Neuere Studien konnten nicht bestätigen, dass es übers Schwitzen zu relevanten Magnesiumverlusten kommt. Das gilt übrigens auch für andere Körperausscheidungen⁵.

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) trägt Magnesium zu einer normalen Muskelfunktion bei⁶. Sprich: Es schafft eine wichtige Grundlage fürs Training.

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