Frau sitzt mit einer Decke auf einem Sofa im Wohnzimmer und stützt sich auf
Frau sitzt mit einer Decke auf einem Sofa im Wohnzimmer und stützt sich auf

Aktive Erholung im Alltag

Was hat sich dieser Tag wieder hingezogen! Nach einer gefühlten Ewigkeit auf den Beinen, am Schreibtisch oder unterwegs ist Feierabend angesagt. Endlich. Du sinkst aufs Sofa, greifst zum Smartphone, scrollst durch die News oder deinen Feed ... und fühlst dich eine Stunde später rundum relaxt? Vermutlich nicht. 


Dauer-Berieselung für den Kopf und Stillstand für den Körper sind nicht unbedingt die beste Kombi zur Erholung im Alltag. Gönn dir stattdessen doch mal aktive Regeneration. Auch wenn das im ersten Moment vielleicht widersprüchlich klingt: Leichte Aktivitäten können dir tatsächlich neue Energie schenken. Schauen wir uns die Sache mal ganz entspannt an.

Frau führt eine Yoga-Dehnübung auf einer Yogamatte im Wohnzimmer vor einem Sofa aus.

Was bedeutet aktive Erholung?

Eine aktive Erholungsphase meint einen sanften Wechsel – also eine Pause, in der du bewusst etwas Leichtes tust, anstatt komplett in den Ruhemodus zu switchen. Bekannt ist das Konzept vor allem aus dem Sport. Dort meint aktive Regeneration lockere sportliche Betätigungen nach oder zwischen anstrengenden Trainingseinheiten. In unserem Fall sind die „Trainingseinheiten“ all das, was uns tagtäglich Energie abverlangt – ob privat oder beruflich. Und statt „sportlicher Betätigung“ begnügen wir uns mit dezenten Impulsen: raus an die Luft, ein paar leichte Dehnübungen, gezielte Wasseranwendungen ...

Aktive Regeneration vs. passive Erholung:

Wo liegt der Unterschied?

Bei der passiven Erholung fährt der Körper seine Aktivität herunter, etwa während eines Powernaps oder einer Meditation. Herzschlag und Atmung können ruhiger werden, während der Parasympathikus Körperfunktionen in Ruhe unterstützt die Entspannung fördert.¹ 


Bei der aktiven Erholung bleiben wir dagegen sanft in Bewegung, sodass der Kreislauf leicht angeregt wird. Entscheidend für den Regenerationsprozess ist hier, dass du die Intensität niedrig hältst und keine starken Belastungsreize setzt. 


Am Ende des Tages brauchen wir für unser Wohlbefinden beide Formen: passive ebenso wie aktive Erholungsphasen. Hör einfach in dich hinein: Hast du körperlich gearbeitet, wenig geschlafen oder bist du etwas angeschlagen? Dann ist „Füße hochlegen“ genau richtig. Bei innerer Unruhe oder leichten Verspannungen wiederum kann aktive Regeneration die Erholung fördern.

Frau sitzt im Schneidersitz auf einer Yogamatte und meditiert in einem Wohnzimmer vor einem Sofa.

Darum kann aktive Erholung guttun

Grundsätzlich beginnt Erholung immer dort, wo eine Belastung wirklich unterbrochen wird. Wer in der Pause E-Mails liest oder nach Feierabend gedanklich weiter Probleme löst, hat zwar aufgehört zu arbeiten – aber noch nicht abgeschaltet. Eine aktive Erholungsphase kann hier einen klaren Schnitt setzen. So empfiehlt zum Beispiel auch das Bundesgesundheitsministerium Erwachsenen, längere Sitzphasen regelmäßig durch leichte Bewegung zu unterbrechen². Dass es für aktive Regeneration kein sportliches Trainingsprogramm braucht, belegt außerdem eine Studie aus dem Jahr 2024. Demnach führten dreiminütige Bewegungspausen zu einer Verbesserung des momentanen Wohlbefindens und des Energiegefühls bei überwiegend sitzend arbeitenden Erwachsenen³.

Erholung nach Stress:

Vier Ideen für eine aktive Erholungsphase

Jeder Mensch nimmt Stress und Alltagsbelastungen anders wahr. Für die einen gleicht der Wochenend-Einkauf einem echten Kraftakt; für andere ist das der reinste Spaziergang, während sie aber regelmäßig erschöpft aus dem Online-Meeting gehen. Umso wichtiger also, dass man aktive Erholungsphasen gezielt auf die eigenen Bedürfnisse abstimmt. 

Wer durch aktive Regeneration Körper und Geist etwas Gutes tun will, ist mit dem guten alten Spaziergang bestens beraten. Schuhe an, Tür auf, los geht's. Du brauchst dafür weder Schrittziel noch Pulsuhr. Lass einfach den Blick schweifen, atme die frische Luft ein und versuche, ganz im Moment zu sein. Hier ist definitiv der Weg das Ziel. Falls Spazierengehen nicht so dein Ding sein sollte: eine gemütliche (!) Runde Radfahren eignet sich ebenfalls hervorragend für eine aktive Erholungsphase.

In vielen modernen Büros gehören Tischkicker und Co. zum Inventar. Aus gutem Grund – schließlich gibt es nicht immer und überall die Gelegenheit, für eine aktive Erholungsphase nach draußen zu gehen. Auch eine kurze Partie Kicker kann für Regeneration und Erholung sorgen. Genauso wie ein paar Runden durchs Treppenhaus oder gezielte Dehnübungen. All das lässt sich in deinen beruflichen (oder auch privaten) Alltag einbauen.

Deine aktiven Erholungsphasen kannst du auch mit verschiedenen Kneipp Anwendungen anreichern. Besonders empfehlenswert sind zum Beispiel ein kaltes Armbad oder der Kneippsche Wechselarmguss. Die Temperaturreize stimulieren nicht nur deinen Kreislauf; sie lenken auch den Fokus auf dich und dein Körpergefühl. Regelmäßig angewendet, sind sie eine prima Ergänzung für wirksame Regeneration und Erholung.

„Ich bin völlig durch!“ Wenn du das Thema Regeneration und Erholung wirklich bewusst angehst, muss es gar nicht soweit kommen. Wir empfehlen dir, Pausen nicht erst dann einzubauen, wenn dein Akku blinkt. Schaffe dir stattdessen möglichst feste Rituale: Nach konzentriertem Arbeiten erstmal eine Runde Stretching, im Nachmittagstief einen Kneipp Guss einlegen – und abends regelmäßig den kleinen Umweg nach Hause nehmen (zu Fuß oder mit dem Rad natürlich). So bekommt deine aktive Erholungsphase einen festen Platz in deinen täglichen Routinen.

FAQs:

Was gibt es in Sachen aktive Erholung noch zu wissen?

Eine feste Mindestzeit gibt es nicht. Schon wenige Minuten können dir – wie man an Forschungsergebnissen sehen kann³ – Regeneration und Erholung verschaffen. Entscheidend ist immer dein individueller Eindruck danach: Hat es dir gutgetan? Dann ist es auch gut!

Ja. Sie kann dabei helfen, den Tag hinter dir zu lassen. Allerdings solltest du jetzt besonders ruhig ans Werk gehen und dich keinesfalls zu stark beanspruchen. Für einen guten Schlaf wäre es schließlich kontraproduktiv, wenn dein Körper unnötig hochfährt.

Auch das ist möglich. Auf einen kurzen Spaziergang darf zum Beispiel eine Runde Couching folgen. Umgekehrt kann es guttun, nach einer Weile auf dem Sofa noch einmal etwas in Bewegung zu kommen. Wichtig ist nicht die Reihenfolge, sondern dass die Kombination zu deinem aktuellen Bedürfnis passt.

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